Finalsan Unkrautfrei
Finalsan Unkrautfrei von W. Neudorff GmbH KG ist ein bewährtes, kontaktwirksames Herbizid zur gezielten Regulierung von ein- und zweikeimblättrigen Unkräutern. Als flüssiges Konzentrat formuliert, basiert dieses Pflanzenschutzmittel auf einem natürlichen Wirkstoff und hat sich fest im Markt für den umweltschonenden, aber hochwirksamen Einsatz in einer Vielzahl von landwirtschaftlichen und gärtnerischen Kulturen etabliert.
Das Wirkungsspektrum umfasst ein breites Band an unerwünschten Beikräutern, darunter sowohl typische einjährige Unkräuter als auch Gräser. Da es sich um ein reines Kontaktherbizid handelt, erfasst das Mittel zuverlässig alle grünen Pflanzenteile, auf die es appliziert wird. Dies macht es zu einem flexiblen Werkzeug in Kulturen wie Raps, Mais, Erdbeeren oder Spargel, wo eine gezielte Unterblatt- oder Zwischenreihenbehandlung gefordert ist.
Durch die schnelle Anfangswirkung, die oft schon nach wenigen Stunden sichtbar wird, bietet Finalsan Unkrautfrei eine hervorragende Planbarkeit für Folgearbeiten. Die Formulierung sorgt für eine gute Benetzung der Blattoberflächen, was die Effizienz der Anwendung auch unter wechselnden Witterungsbedingungen unterstützt.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Der aktive Wirkstoff in Finalsan Unkrautfrei ist Pelargonsäure (eine gesättigte Fettsäure mit der Kettenlänge C9). Biochemisch gesehen wirkt Pelargonsäure rein physikalisch-chemisch als starkes Kontaktherbizid. Nach dem Auftreffen auf die Blattoberfläche dringt die Säure in die kutikuläre Wachsschicht ein und zerstört die Zellmembranen der Epidermiszellen der Schaderreger. Dieser irreversible Membranbruch führt zu einem extrem schnellen Austritt von Zellsaft, wodurch die betroffenen Pflanzenteile rasch dehydrieren und vertrocknen. Da der Wirkstoff nicht translokal in der Kultur oder im Unkraut transportiert wird, bleibt die Wirkung streng auf die direkt getroffenen, grünen Pflanzenteile beschränkt. Wurzeln und nicht benetzte Pflanzenteile werden nicht geschädigt.
Resistenzmanagement
Da Pelargonsäure über einen rein physikalisch-chemischen Kontaktmechanismus durch die Zerstörung der Zellmembranen wirkt, ist das Risiko einer Resistenzentwicklung bei den Zielunkräutern als extrem gering einzustufen. Dennoch solltest du im Sinne eines integrierten Pflanzenschutzes Finalsan Unkrautfrei im Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkstoffklassen und Wirkmechanismen einsetzen. Die mechanische Unkrautbekämpfung sowie pflanzenbauliche Maßnahmen zur Unterdrückung von Beikräutern sollten stets Teil deiner Gesamtstrategie sein, um den Selektionsdruck langfristig zu minimieren.
Mischbarkeit & Tankmischung
Bei der Planung von Tankmischungen ist zu beachten, dass Finalsan Unkrautfrei als Kontaktherbizid eine sehr gründliche und deckende Benetzung der Zielflächen erfordert. Mischungen mit systemischen Herbiziden sind oft nicht zielführend, da die schnelle Zerstörung des Blattgewebes durch die Pelargonsäure die Aufnahme systemischer Partnerwirkstoffe behindern kann. Falls du Mischungen mit anderen Pflanzenschutzmitteln oder Blattdüngern planst, führe vorab unbedingt eine physikalische Mischprobe durch. Achte auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge und vermeide extrem hartes Wasser, um die Stabilität der Spritzbrühe nicht zu gefährden.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Beim Umgang mit Finalsan Unkrautfrei steht der Schutz des Anwenders im Vordergrund; trage daher stets die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA) wie Schutzhandschuhe und Schutzbrille, da die konzentrierte Säure reizend wirken kann. Zum Schutz von Nichtzielorganismen, insbesondere von Bienen und anderen Bestäubern, solltest du die Anwendung nicht auf blühende Bestände oder an Orten durchführen, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind. Verlege die Behandlung bevorzugt in die Abendstunden, wenn der Bienenflug beendet ist. Achte zudem darauf, dass keine Abdrift in angrenzende Gewässer oder Saumstrukturen erfolgt, um aquatische Organismen und die lokale Flora zu schonen.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Ziergehölze | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 0.0166 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| Zierpflanzen | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 0.0166 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| Wege und Plätze mit Holzgewächsen | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 0.0166 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| Rasen | Moose | — | 0.0166 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| Zierpflanzen | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 16.599999999999998 LITER_PER_1000_SQUARE_METER | — |
| Rettich | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Hanf | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Hanf | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Weiße Lupine | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Weiße Lupine | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Gelbe Lupine | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Gelbe Lupine | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Erdbeere | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Erdbeere | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Zierpflanzen | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Fruchtgemüse | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Teekräuter | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Arzneipflanzen | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Knollensellerie | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Zuckermais | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Zuckermais | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Süßkartoffel | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Spargel | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Rhabarber | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Porree | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Salat-Arten | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Chicoree | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Chicoree | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Radieschen | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Zwiebelgemüse | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| frische Kräuter | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Spinat und verwandte Arten | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Spinat und verwandte Arten | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Beten (Rote, Gelbe, Weiße Bete) | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Kohlgemüse | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Möhre | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Kohlrübe | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Kohlrabi | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Pastinak | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Rucola-Arten | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Zierpflanzen | Moose | — | 166 LITER_PER_HECTARE | — |
| Wurzelpetersilie | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Speisezwiebel | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Erdbeere | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Beten (Rote, Gelbe, Weiße Bete) | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Wege und Plätze mit Holzgewächsen | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 166 LITER_PER_HECTARE | — |
| Zierpflanzen | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 166 LITER_PER_HECTARE | — |
| Rasen | Moose | — | 166 LITER_PER_HECTARE | — |
| Feldsalat | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Spinat | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Knollensellerie | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Wege und Plätze mit Holzgewächsen | Algen, Moose | — | 166 LITER_PER_HECTARE | — |
| Ziergehölze | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 166 LITER_PER_HECTARE | — |
| Zierpflanzen | Algen | — | 166 LITER_PER_HECTARE | — |
| Blumenkohl | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Basilikum-Arten | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Radieschen | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Möhre | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 62.5 LITER_PER_HECTARE | — |
Häufige Fragen
Wie beeinflusst das Wetter die Wirkung von Finalsan Unkrautfrei bei deiner Anwendung?
Die Wirkung von Pelargonsäure ist stark temperatur- und lichtabhängig. Du erzielst die besten und schnellsten Ergebnisse, wenn du das Mittel an warmen, sonnigen Tagen bei Temperaturen über 15 °C ausbringst. Die Sonne beschleunigt den Austrocknungsprozess der getroffenen Unkräuter erheblich. Vermeide Behandlungen kurz vor Regen, da der Wirkstoff für eine optimale Wirkung eine gewisse Antrocknungszeit auf dem Blatt benötigt.
Kannst du Finalsan Unkrautfrei auch zur selektiven Unkrautbekämpfung in deinen Kulturen nutzen?
Nein, Finalsan Unkrautfrei ist ein nicht-selektives Totalherbizid. Es schädigt jede grüne Pflanze, mit der es in direkten Kontakt kommt. In deinen Kulturen musst du daher streng darauf achten, dass die Spritzbrühe nicht auf die Blätter oder grünen Triebe der Kultur gelangt. Nutze dafür am besten einen Spritzschirm oder führe eine gezielte Unterblattbehandlung durch.
Warum treiben manche Unkräuter nach einer Behandlung mit Finalsan Unkrautfrei wieder aus?
Da Pelargonsäure ein reines Kontaktherbizid ist, wirkt es nur auf den oberirdischen, direkt getroffenen Pflanzenteilen. Es besitzt keine systemische Wirkung und dringt nicht in die Wurzeln ein. Mehrjährige Unkräuter mit tiefen Pfahlwurzeln oder unterirdischen Ausläufern können daher nach einiger Zeit wieder austreiben. Für eine dauerhafte Kontrolle dieser Schaderreger musst du die Behandlung eventuell wiederholen, sobald sich neue Blätter gebildet haben.
Welches BBCH-Stadium der Unkräuter ist optimal für die Behandlung?
Du solltest die Unkräuter so früh wie möglich behandeln, idealerweise im Keimblatt- bis frühen Laubblattstadium (BBCH 10–12). Je kleiner und weicher das Gewebe der Unkräuter ist, desto schneller und nachhaltiger zerstört die Pelargonsäure die Zellstrukturen. Ältere, stark verholzte oder behaarte Unkräuter weisen eine dickere Wachsschicht auf und sind deutlich widerstandsfähiger.
Wie findest du heraus, ob Finalsan Unkrautfrei für deine spezifische Kultur in Deutschland zugelassen ist?
Du kannst die aktuellen Zulassungsdetails und spezifischen Anwendungsbestimmungen direkt über die BVL-Datenbank oder auf unserer Plattform agronomy.farmable.tech einsehen. Da die Zulassungen für einzelne Kulturen (wie Raps, Erdbeeren oder Spargel) an genaue Auflagen und Anwendungsfenster gebunden sind, solltest du vor jedem Einsatz die registrierten Kulturen und die dazugehörigen Gebrauchsanleitungen genau prüfen.