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Cuprozin progress

BVL Zul.-Nr. 006895-00

Cuprozin progress ist ein hochmodernes, flüssiges Fungizid- und Bakterizid-Konzentrat auf Basis von Kupferhydroxid (383 g/l), das sich durch seine innovative Formulierungstechnologie auszeichnet. Als bewährtes Pflanzenschutzmittel wird es in einer Vielzahl von Kulturen wie Weinreben, Kartoffeln, Hopfen sowie im Obst- und Gemüsebau zur vorbeugenden Bekämpfung von wirtschaftlich bedeutenden Schaderregern eingesetzt. Die flüssige Formulierung als Suspensionskonzentrat sorgt für eine hervorragende Haftung auf der Pflanzenoberfläche, eine gleichmäßige Verteilung und eine hohe Regenbeständigkeit, was den Wirkungsgrad auch unter wechselhaften Witterungsbedingungen maximiert.

Das Wirkungsspektrum umfasst sowohl pilzliche Schaderreger wie Falsche Mehltaupilze (z. B. Plasmopara viticola im Weinbau oder Phytophthora infestans in Kartoffeln) als auch bakterielle Infektionen wie den gefürchteten Feuerbrand (Erwinia amylovora) oder bakterielle Blattfleckenerreger. Durch seine vorbeugende (protektive) Wirkung schützt Cuprozin progress die behandelten Kulturen effektiv vor dem Eindringen der Pathogene und bildet einen stabilen Schutzfilm auf den Blättern und Früchten.

Wirkstoffe

Kupferhydroxid
383 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Kupferhydroxid gehört zur FRAC-Gruppe M01 (anorganische Multi-Site-Fungizide). Die biochemische Wirkung beruht auf der kontinuierlichen Freisetzung von Kupfer-Ionen (Cu2+) bei Feuchtigkeit auf der Pflanzenoberfläche. Diese Ionen werden von den Sporen und Keimschläuchen der Pilze sowie von Bakterienzellen unspezifisch aufgenommen. Im Inneren der Schaderreger interagieren die Kupfer-Ionen mit verschiedenen Proteinen und Enzymen, stören den Zellmetabolismus, zerstören die Zellmembranen und blockieren die Zellatmung. Da dieser Angriff an mehreren Stellen gleichzeitig erfolgt (Multi-Site-Aktivität), wird die Sporenkeimung und das weitere Wachstum der Pathogene effektiv unterbunden, noch bevor sie in das Gewebe der Kultur eindringen können.

Resistenzmanagement

Aufgrund des Multi-Site-Wirkungsmechanismus (FRAC-Gruppe M01) besteht bei Kupferhydroxid kein praktisches Risiko für eine Resistenzentwicklung bei den Zielorganismen. Cuprozin progress eignet sich daher hervorragend als integraler Bestandteil von Anti-Resistenz-Strategien. Es kann ideal im Wechsel oder in Kombination mit organischen, systemischen oder lokalsystemischen Fungiziden eingesetzt werden, um deren Wirkungsklassen zu schonen und die Selektion resistenter Stämme nachhaltig zu verhindern.

Mischbarkeit & Tankmischung

Cuprozin progress zeichnet sich durch eine gute physikalische Mischbarkeit mit vielen gängigen Pflanzenschutzmitteln aus. Bei Tankmischungen ist jedoch stets auf den pH-Wert der Spritzbrühe zu achten; extrem saure Mischungspartner sollten vermieden werden, da ein niedriger pH-Wert die Löslichkeit von Kupfer erhöht, was zu Phytotoxizität an den Kulturen führen kann. Die Zugabe von zusätzlichen Netzmitteln ist in der Regel nicht erforderlich, da die Formulierung bereits optimierte Haft- und Verteilungseigenschaften besitzt. Vor der großflächigen Anwendung von Mischungen wird ein Kleinstmengentest auf Verträglichkeit empfohlen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Cuprozin progress sind die vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstungen (PSA) gemäß den BVL-Auflagen strikt einzuhalten. Da Kupferverbindungen als persistent im Boden gelten und eine Toxizität gegenüber aquatischen Organismen aufweisen, müssen die festgelegten Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern (Abdriftminderungsklassen) genau beachtet werden. Das Pflanzenschutzmittel ist bei sachgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, dennoch sollte der direkte Kontakt mit blühenden Kulturen und aktiv fliegenden Bestäubern im Sinne des integrierten Pflanzenschutzes minimiert werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
KernobstFeuerbrand (Erwinia amylovora)61–740.25 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
ZwetschgeNarrentaschenkrankheit (Taphrina pruni)0–591.4 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
KohlrabiFalscher Mehltau (Peronospora parasitica)13–992 LITER_PER_HECTARE14T
ErdbeereEckige Blattfleckenkrankheit (Xanthomonas fragariae)15–671.8 LITER_PER_HECTARE3T
SteinobstPseudomonas syringae4 LITER_PER_HECTARE
SteinobstPseudomonas syringae1.4 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
KartoffelKraut- und Knollenfäule (Phytophthora infestans)37–912 LITER_PER_HECTARE14T
AprikoseValsa leucostoma0–531.4 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
BrombeereRankenkrankheit (Rhabdospora ruborum)59–914 LITER_PER_HECTARE
Salat-ArtenFalscher Mehltau (Bremia lactucae)13–992 LITER_PER_HECTARE7T
Zierpflanzenbakterielle Blattfleckenerreger31–913 LITER_PER_HECTARE
Himbeerartiges BeerenobstPhragmidiumrost-Arten59–914 LITER_PER_HECTARE
RettichFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)11–182 LITER_PER_HECTARE7T
KernobstPhytophthora cactorum4 LITER_PER_HECTARE
HopfenFalscher Mehltau (Pseudoperonospora humuli)37–892.4 LITER_PER_HECTARE7T
BlumenkohleFalscher Mehltau (Peronospora parasitica)13–992 LITER_PER_HECTARE7T
Zierpflanzenbakterielle Blattfleckenerreger31–912 LITER_PER_HECTARE
WeinrebeFalscher Mehltau (Plasmopara viticola)11–810.8 LITER_PER_HECTARE21T
BlattkohleFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)11–182 LITER_PER_HECTARE7T
SüßkirschePseudomonas syringae0–531.4 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
StielmusFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)11–182 LITER_PER_HECTARE7T
RiesenkürbisFalscher Mehltau (Pseudoperonospora cubensis), Pilzliche Blattfleckenerreger15–993 LITER_PER_HECTARE3T
Garten-KürbisFalscher Mehltau (Pseudoperonospora cubensis), Pilzliche Blattfleckenerreger15–993 LITER_PER_HECTARE3T
Kopfkohle (Weiß-, Rot-, Spitz-, Rosen- und Wirsingkohl)Alternaria brassicae13–992 LITER_PER_HECTARE7T
SteinobstValsa leucostoma59–911.4 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
MelonePilzliche Blattfleckenerreger16–991.55 LITER_PER_HECTARE3T
HimbeereBrennfleckenkrankheit (Gloeosporium necator), Rutensterben (Didymella applanata)59–914 LITER_PER_HECTARE
KnollensellerieBlattfleckenkrankheit (Septoria apiicola)41–992 LITER_PER_HECTARE14T
KohlrabiFalscher Mehltau (Peronospora parasitica)13–992 LITER_PER_HECTARE14T
AprikoseValsa leucostoma91–991.4 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
AprikosePseudomonas syringae91–991.4 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
SüßkirscheValsa leucostoma0–531.4 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
KernobstSchorf (Venturia spp.)0.5 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT14T
HimbeereBrennfleckenkrankheit (Gloeosporium necator), Rutensterben (Didymella applanata)59–914 LITER_PER_HECTARE
Zierpflanzenbakterielle Blattfleckenerreger31–912.4 LITER_PER_HECTARE
ZwiebelgemüseFalscher Mehltau (Peronospora destructor)16–992 LITER_PER_HECTARE7T
KohlrübeFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)11–182 LITER_PER_HECTARE7T
SüßkirscheValsa leucostoma91–991.4 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
PfirsichKräuselkrankheit (Taphrina deformans)0–591.4 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
ErdbeereEckige Blattfleckenkrankheit (Xanthomonas fragariae)91–971.8 LITER_PER_HECTARE
AprikoseKräuselkrankheit (Taphrina deformans)0–591.4 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
MöhreMöhrenschwärze (Alternaria dauci)13–472 LITER_PER_HECTARE14T
WalnussBakterienbrand an Walnuss (Xanthomonas juglandis)1–871.4 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT14T
Wurzel- und KnollengemüsePilzliche Blattfleckenerreger13–992 LITER_PER_HECTARE14T
SüßkirschePilzliche Blattfleckenerreger91–991.4 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
ZierpflanzenPilzliche Blattfleckenerreger12–992 LITER_PER_HECTARE
Salat-ArtenFalscher Mehltau (Bremia lactucae)13–992 LITER_PER_HECTARE
PorreeFalscher Mehltau (Peronospora destructor)16–992 LITER_PER_HECTARE7T
RadieschenFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)11–182 LITER_PER_HECTARE7T
Zierpflanzenbakterielle Blattfleckenerreger3 LITER_PER_HECTARE
SchalotteFalscher Mehltau (Peronospora destructor)13–992 LITER_PER_HECTARE3T
TomatePhytophthora infestans51–992 LITER_PER_HECTARE7T
SteinobstPilzliche Blattfleckenerreger1.4 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
GemüsefenchelPilzliche Blattfleckenerreger16–992 LITER_PER_HECTARE7T
ZierpflanzenPilzliche Blattfleckenerreger31–913 LITER_PER_HECTARE
Moschus-KürbisPilzliche Blattfleckenerreger16–991.55 LITER_PER_HECTARE3T
SüßkirschePseudomonas syringae91–991.4 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
HeidelbeereTriebsterben (Godronia cassandrae)59–914 LITER_PER_HECTARE
PerlzwiebelFalscher Mehltau (Peronospora destructor)13–992 LITER_PER_HECTARE3T
KnoblauchFalscher Mehltau (Peronospora destructor)13–992 LITER_PER_HECTARE3T
Salat-ArtenFalscher Mehltau (Bremia lactucae)13–992 LITER_PER_HECTARE7T
BleichselleriePilzliche Blattfleckenerreger16–992 LITER_PER_HECTARE7T
HeidelbeereTriebsterben (Godronia cassandrae)59–914 LITER_PER_HECTARE
ErbseFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)11–182 LITER_PER_HECTARE7T
Salat-ArtenFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)11–182 LITER_PER_HECTARE7T
ZucchiniPilzliche Blattfleckenerreger16–992 LITER_PER_HECTARE3T
Moschus-KürbisFalscher Mehltau (Pseudoperonospora cubensis), Pilzliche Blattfleckenerreger15–993 LITER_PER_HECTARE3T
AprikosePilzliche Blattfleckenerreger91–991.4 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
Garten-KürbisPilzliche Blattfleckenerreger16–991.55 LITER_PER_HECTARE3T
RhabarberPilzliche Blattfleckenerreger16–992 LITER_PER_HECTARE7T
Johannisbeerartiges BeerenobstBlattfallkrankheit (Drepanopeziza ribis)59–914 LITER_PER_HECTARE
FlaschenkürbisPilzliche Blattfleckenerreger16–991.55 LITER_PER_HECTARE3T
SpeisezwiebelFalscher Mehltau (Peronospora destructor)13–482 LITER_PER_HECTARE3T
BrombeereRankenkrankheit (Rhabdospora ruborum)59–914 LITER_PER_HECTARE
Spinat und verwandte ArtenFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)11–182 LITER_PER_HECTARE7T
PatissonFalscher Mehltau (Pseudoperonospora cubensis), Pilzliche Blattfleckenerreger15–993 LITER_PER_HECTARE3T
TomateBlattfleckenkrankheit (Septoria lycopersici)51–992 LITER_PER_HECTARE7T
KernobstSchorf (Venturia spp.)0.5 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT14T
Speiserüben (Stoppelrübe, Mairübe etc.)Falsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)11–182 LITER_PER_HECTARE7T
PatissonPilzliche Blattfleckenerreger16–992 LITER_PER_HECTARE3T
Johannisbeerartiges BeerenobstSäulenrost (Cronartium ribicola)59–914 LITER_PER_HECTARE
PflaumeNarrentaschenkrankheit (Taphrina pruni)0–591.4 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
Johannisbeerartiges BeerenobstSäulenrost (Cronartium ribicola)59–914 LITER_PER_HECTARE
GurkeFalscher Mehltau (Pseudoperonospora cubensis)13–793.1 LITER_PER_HECTARE3T
AprikosePseudomonas syringae0–531.4 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
SteinobstPseudomonas syringae1.4 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
Spinat und verwandte ArtenFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)13–992 LITER_PER_HECTARE14T
Himbeerartiges BeerenobstPhragmidiumrost-Arten59–914 LITER_PER_HECTARE
ZucchiniFalscher Mehltau (Pseudoperonospora cubensis), Pilzliche Blattfleckenerreger15–993 LITER_PER_HECTARE3T
RiesenkürbisPilzliche Blattfleckenerreger16–991.55 LITER_PER_HECTARE3T
FlaschenkürbisFalscher Mehltau (Pseudoperonospora cubensis), Pilzliche Blattfleckenerreger15–993 LITER_PER_HECTARE3T
KernobstObstbaumkrebs (Nectria galligena)1 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
Johannisbeerartiges BeerenobstBlattfallkrankheit (Drepanopeziza ribis)59–914 LITER_PER_HECTARE
WeinrebeRoter Brenner (Pseudopezicula tracheiphila)5 LITER_PER_HECTARE
SpargelLaubkrankheit (Stemphylium botryosum)31–932 LITER_PER_HECTARE
GurkePilzliche Blattfleckenerreger16–991.55 LITER_PER_HECTARE3T
Kopfkohle (Weiß-, Rot-, Spitz-, Rosen- und Wirsingkohl)Alternaria brassicae13–992 LITER_PER_HECTARE
SteinobstPilzliche Blattfleckenerreger1.4 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
WeinrebeSchwarzfäule (Guignardia bidwellii)11–810.4 LITER_PER_HECTARE21T
ErdbeereEckige Blattfleckenkrankheit (Xanthomonas fragariae)15–671.8 LITER_PER_HECTARE14T

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung mit Cuprozin progress?

Da Cuprozin progress ein rein protektives (vorbeugendes) Pflanzenschutzmittel ist, muss die Anwendung unbedingt vor dem eigentlichen Infektionsgeschehen erfolgen. Typischerweise wird die Behandlung bei einsetzender Infektionsgefahr oder nach entsprechenden Warndienstaufrufen durchgeführt, um einen schützenden Belag auf den Kulturen aufzubauen, bevor Sporen keimen können.

Wie beeinflusst die Formulierung von Cuprozin progress die Regenbeständigkeit?

Die innovative flüssige Formulierung sorgt für eine besonders feine Verteilung der Kupferpartikel auf der Blattoberfläche. Dies führt zu einer verbesserten Haftung und einer hohen Regenfestigkeit im Vergleich zu herkömmlichen Kupferpulvern, sodass der Schutzfilm auch nach Niederschlägen stabil bleibt und seltener nachbehandelt werden muss.

Warum ist der pH-Wert des Wassers bei der Tankmischung mit Cuprozin progress wichtig?

Kupferhydroxid ist in neutralem bis leicht alkalischem Wasser stabil. Sinkt der pH-Wert der Spritzbrühe (z. B. durch saure Mischungspartner oder Düngemittel) in den sauren Bereich, werden schlagartig große Mengen an freien Kupfer-Ionen gelöst. Dies kann zu akuter Phytotoxizität (Verbrennungen) an den Blättern der behandelten Kulturen führen.

Kann Cuprozin progress im ökologischen Landbau eingesetzt werden?

Ja, Kupferpräparate wie Cuprozin progress sind für den Einsatz im ökologischen Landbau gemäß den geltenden EU-Öko-Verordnungen zugelassen. Es ist jedoch wichtig, die spezifischen jährlichen Reinkupfer-Mengenbeschränkungen pro Hektar zu beachten, die je nach Kultur und Verbandsvorgaben variieren können.

Wie lässt sich Cuprozin progress in ein modernes Resistenzmanagement integrieren?

Da Kupfer als Multi-Site-Inhibitor (FRAC-Gruppe M01) wirkt, besteht praktisch keine Gefahr einer Resistenzbildung. Es eignet sich hervorragend als Mischungs- oder Wechselpartner für organische Fungizide mit spezifischem Wirkort (Single-Site), um das Risiko von Wirkungsverlusten bei diesen sensitiven Wirkstoffklassen zu minimieren.

Was muss bei der Anwendung in empfindlichen Kulturen wie Steinobst beachtet werden?

Bei empfindlichen Kulturen wie Steinobst (z. B. Kirschen oder Pflaumen) darf die Anwendung oft nur in bestimmten BBCH-Stadien (z. B. vor der Blüte oder während des Laubfalls zur Bekämpfung von Bakteriosen wie Pseudomonas) erfolgen. Spätere Behandlungen während der Vegetationsperiode können aufgrund der Empfindlichkeit des jungen Gewebes zu Blattschäden führen. Beachten Sie hierzu stets die kulturspezifischen Zulassungsbestimmungen.