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Sonstige · Syngenta Agro GmbH

MAVITA 250 EC

BVL Zul.-Nr. 024353-61

MAVITA 250 EC von Syngenta ist ein hochwirksames, systemisches Fungizid, das sich als bewährter Standard im professionellen Acker-, Gemüse-, Obst- und Sonderkulturanbau etabliert hat. Formuliert als emulgierbares Konzentrat (EC), zeichnet sich das Pflanzenschutzmittel durch eine schnelle Aufnahme in das Pflanzengewebe und eine hervorragende Verteilung in der Kultur aus. Es bietet sowohl präventiven Schutz als auch kurative Wirkung gegen ein breites Spektrum wirtschaftlich bedeutender Schaderreger.

Das Anwendungsspektrum von MAVITA 250 EC ist bemerkenswert vielseitig. Es schützt Kulturen wie Erdbeeren, Himbeeren, Möhren, Steinobst und verschiedene Sonderkulturen zuverlässig vor pathogenen Pilzen. Zu den Hauptzielorganismen gehören unter anderem Echte Mehltaupilze, Schorf, Rutensterben, Blattfleckenkrankheiten sowie die Johanniskrautwelke. Dank der systemischen Eigenschaften werden auch Neuzuwächse nach der Applikation geschützt.

Wirkstoffe

Difenoconazol
250 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der enthaltene Wirkstoff Difenoconazol gehört zur chemischen Gruppe der Triazole und ist im FRAC-Code unter der Gruppe 3 (DMI-Fungizide / Demethylierungs-Inhibitoren) klassifiziert. Der biochemische Wirkungsmechanismus basiert auf der selektiven Hemmung der C14-Demethylase bei der Biosynthese von Ergosterol, einem essenziellen Baustein der Pilzzellmembran. Ohne Ergosterol verliert die Zellmembran der Schaderreger ihre strukturelle Integrität und Funktionalität, was das Wachstum des Myzels stoppt und letztlich zum Absterben des Pilzes führt. Da Difenoconazol akropetal in der Kultur transportiert wird, verteilt sich der Wirkstoff gleichmäßig im Blattgewebe. Diese systemische Aktivität sorgt dafür, dass bereits im Gewebe etablierte Infektionen in einem frühen Stadium gestoppt werden (kurativer Effekt), während gleichzeitig eine Schutzbarriere gegen neue Sporenkeimungen aufgebaut wird (protektiver Effekt).

Resistenzmanagement

Um einer Resistenzbildung bei den Zielpathogenen vorzubeugen, solltest du MAVITA 250 EC stets im Rahmen eines integrierten Pflanzenschutzkonzepts einsetzen. Da Difenoconazol der FRAC-Gruppe 3 angehört, ist das Risiko einer Resistenzentwicklung bei kontinuierlicher Anwendung gegeben. Es wird dringend empfohlen, Behandlungen mit Fungiziden aus anderen Wirkstoffklassen abzuwechseln. Halte dich strikt an die maximal zugelassene Anzahl an Anwendungen pro Saison und vermeide unterdosierte Aufwandmengen, um den Selektionsdruck auf die Schaderreger zu minimieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

MAVITA 250 EC ist im Allgemeinen gut mit gängigen Insektiziden, Herbiziden und Blattdüngern mischbar. Bei der Erstellung von Tankmischungen solltest du jedoch stets die Gebrauchsanleitungen aller Mischpartner beachten und vorab eine physikalische Mischprobe in einem kleinen Gefäß durchführen. Achte auf eine ausreichende Wasserqualität und vermeide extreme Wassertemperaturen beim Ansetzen der Spritzbrühe. Die Zugabe von Netzmitteln kann die Benetzung und Wirkstoffaufnahme auf Kulturen mit starker Wachsschicht optimieren, sollte aber vorab auf Verträglichkeit geprüft werden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit MAVITA 250 EC ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Handschuhen und Augenschutz, bei der Anmischung und Applikation obligatorisch. Zum Schutz von Gewässern und aquatischen Organismen müssen die gesetzlichen Abstandsauflagen und Abschwemmminderungsmaßnahmen strikt eingehalten werden; vermeide jegliche Abdrift in angrenzende Biotope. Zum Schutz von Bestäubern solltest du vorsorglich auf Anwendungen in blühende Kulturen oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Trachtsuche sind, verzichten und Behandlungen bevorzugt in den späten Abendstunden durchführen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
ErdbeereWeißfleckenkrankheit (Mycosphaerella fragariae), Rotfleckenkrankheit (Diplocarpon earliana)91–970.4 LITER_PER_HECTARE
Anispilzliche Doldenerkrankungen41–490.4 LITER_PER_HECTARE
MeerrettichPilzliche Blattfleckenerreger, Echter Mehltau (Erysiphe cruciferarum)13–990.4 LITER_PER_HECTARE21T
HimbeereHimbeerrost (Phragmidium rubi-idaei), Rutensterben (Didymella applanata)0.4 LITER_PER_HECTARE14T
KernobstSchorf (Venturia spp.)61–990.075 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT28T
Speiserüben (Stoppelrübe, Mairübe etc.)Pilzliche Blattfleckenerreger, Echter Mehltau (Erysiphe cruciferarum)41–990.4 LITER_PER_HECTARE28T
Beten (Rote, Gelbe, Weiße Bete)Ramularia-Blattflecken (Ramularia beticola), Cercospora beticola12–990.4 LITER_PER_HECTARE28T
SauerkirscheBlattbräune (Gnomonia erythrostoma), Zweigdürre (Monilinia laxa), Kirschenschorf (Venturia cerasi)60–990.075 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT14T
RhabarberPilzliche Blattfleckenerreger41–990.4 LITER_PER_HECTARE
MöhreBlattfleckenkrankheit (Cercospora carotae)41–790.4 LITER_PER_HECTARE21T
Gemeine RingelblumeEchte Mehltaupilze41–990.4 LITER_PER_HECTARE7T
BlumenkohlWurzelhals- und Stängelfäule (Leptosphaeria maculans)41–490.4 LITER_PER_HECTARE21T
Kürbis-HybridenEchter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea), Pilzliche Blattfleckenerreger, Echter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)51–990.4 LITER_PER_HECTARE3T
ZucchiniEchter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea), Pilzliche Blattfleckenerreger, Echter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)51–990.4 LITER_PER_HECTARE3T
ErdbeereGnomonia fructicola56–560.4 LITER_PER_HECTARE
JohanniskrautJohanniskrautwelke (Colletotrichum gloeosporioides)11–990.4 LITER_PER_HECTARE50T
Gewürzfenchelpilzliche Doldenerkrankungen41–490.4 LITER_PER_HECTARE
PastinakEchte Mehltaupilze, Pilzliche Blattfleckenerreger13–990.4 LITER_PER_HECTARE21T
ZwiebelgemüseBlattfleckenkrankheit (Cladosporium allii), Purpurfleckenkrankheit (Alternaria porri)41–990.4 LITER_PER_HECTARE21T
ChicoreeRost (Puccinia cichorii), Echter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)13–990.4 LITER_PER_HECTARE
Korianderpilzliche Doldenerkrankungen41–490.4 LITER_PER_HECTARE
MöhreMöhrenschwärze (Alternaria dauci)41–790.4 LITER_PER_HECTARE21T
Weidenröschen-ArtenEchte Mehltaupilze, Rostpilze51–990.4 LITER_PER_HECTARE7T
ZucchiniEchter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea), Pilzliche Blattfleckenerreger, Echter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)0.4 LITER_PER_HECTARE3T
WurzelpetersilieEchter Mehltau (Erysiphe heraclei), Pilzliche Blattfleckenerreger, Rostpilze13–990.4 LITER_PER_HECTARE21T
ZierpflanzenPilzliche Blattfleckenerreger, Rostpilze13–990.4 LITER_PER_HECTARE
MöhreEchter Mehltau (Erysiphe heraclei)41–790.4 LITER_PER_HECTARE21T
WurzelzichorieRost (Puccinia cichorii), Echter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)13–990.4 LITER_PER_HECTARE21T
ZierpflanzenEchte Mehltaupilze13–990.4 LITER_PER_HECTARE
WinterrapsWurzelhals- und Stängelfäule (Leptosphaeria maculans)14–990.5 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenEchte Mehltaupilze13–990.4 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenPilzliche Blattfleckenerreger, Rostpilze13–990.4 LITER_PER_HECTARE
SüßkirscheBlattbräune (Gnomonia erythrostoma), Zweigdürre (Monilinia laxa), Kirschenschorf (Venturia cerasi)60–990.075 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT14T
SpargelLaubkrankheit (Stemphylium botryosum)0.4 LITER_PER_HECTARE
ZuckerrübeCercospora beticola39–490.4 LITER_PER_HECTARE28T
MelissePfefferminzen-Rost (Puccinia menthae)15–990.4 LITER_PER_HECTARE7T
SchwarzwurzelPilzliche Blattfleckenerreger, Echter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)13–990.4 LITER_PER_HECTARE21T
BrombeereRankenkrankheit (Rhabdospora ruborum), Brombeerrost (Phragmidium violaceum)0.4 LITER_PER_HECTARE14T
FutterrübeRamularia-Blattflecken (Ramularia beticola)39–490.4 LITER_PER_HECTARE28T
FutterrübeCercospora beticola39–490.4 LITER_PER_HECTARE28T
Dillpilzliche Doldenerkrankungen41–490.4 LITER_PER_HECTARE
MöhreSchwarzfäule (Alternaria radicina)41–790.4 LITER_PER_HECTARE21T
GurkeEchter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea), Pilzliche Blattfleckenerreger, Echter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)0.4 LITER_PER_HECTARE3T
Kürbis-HybridenEchter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea), Pilzliche Blattfleckenerreger, Echter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)0.2 LITER_PER_HECTARE3T
Wolliger FingerhutEchte Mehltaupilze33–990.4 LITER_PER_HECTARE7T
SpitzwegerichEchte Mehltaupilze41–490.4 LITER_PER_HECTARE7T
ErdbeereWeißfleckenkrankheit (Mycosphaerella fragariae), Rotfleckenkrankheit (Diplocarpon earliana)91–970.4 LITER_PER_HECTARE
TopinamburRost (Puccinia helianthi)13–990.4 LITER_PER_HECTARE21T
KohlrübePilzliche Blattfleckenerreger, Echter Mehltau (Erysiphe cruciferarum)41–990.4 LITER_PER_HECTARE28T
KohlrabiPilzliche Blattfleckenerreger41–990.4 LITER_PER_HECTARE14T
Minze-ArtenPfefferminzen-Rost (Puccinia menthae)15–990.4 LITER_PER_HECTARE7T
PflaumeSchrotschusskrankheit (Stigmina carpophila), Monilinia laxa60–990.075 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT14T
ZuckerrübeRamularia-Blattflecken (Ramularia beticola)39–490.4 LITER_PER_HECTARE28T
frische KräuterEchte Mehltaupilze, Pilzliche Blattfleckenerreger, Rostpilze13–990.4 LITER_PER_HECTARE14T
KnollensellerieBlattfleckenkrankheit (Septoria apiicola), Sellerierost (Puccinia apii)13–990.4 LITER_PER_HECTARE21T
BlumenkohlKohlschwärze (Alternaria brassicicola), Alternaria brassicae41–490.4 LITER_PER_HECTARE21T
Kümmelpilzliche Doldenerkrankungen41–490.4 LITER_PER_HECTARE
Echte KamilleEchte Mehltaupilze41–990.4 LITER_PER_HECTARE7T
GurkeEchter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea), Pilzliche Blattfleckenerreger, Echter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)51–990.4 LITER_PER_HECTARE3T
BlumenkohlMycosphaerella brassicicola41–490.4 LITER_PER_HECTARE21T
SpargelSpargelrost (Puccinia asparagi)0.4 LITER_PER_HECTARE
WinterrapsWurzelhals- und Stängelfäule (Leptosphaeria maculans)35–550.5 LITER_PER_HECTARE
ErdbeereWeißfleckenkrankheit (Mycosphaerella fragariae), Rotfleckenkrankheit (Diplocarpon earliana)91–970.4 LITER_PER_HECTARE
GemüsefenchelEchte Mehltaupilze, Pilzliche Blattfleckenerreger41–990.4 LITER_PER_HECTARE14T

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung mit MAVITA 250 EC?

Der beste Zeitpunkt für die Applikation ist präventiv, also vor dem ersten sichtbaren Befall, sobald Infektionsbedingungen wie feucht-warme Witterung vorliegen oder der Warndienst dazu aufruft. Bei bereits erfolgter Infektion kann MAVITA 250 EC dank seiner kurativen Eigenschaften auch in einem sehr frühen Stadium der Pilzentwicklung eingesetzt werden, um den Schaderreger erfolgreich zu stoppen.

Wie verhält sich MAVITA 250 EC bei Regen kurz nach der Anwendung?

Dank der schnellen systemischen Aufnahme dringt der Wirkstoff Difenoconazol rasch in das Pflanzengewebe der Kultur ein. In der Regel ist das Pflanzenschutzmittel bereits ein bis zwei Stunden nach dem Antrocknen des Spritzbelags hervorragend regenfest, sodass ein anschließender Niederschlag die Schutzwirkung nicht mehr beeinträchtigt.

Kann ich MAVITA 250 EC in allen BBCH-Stadien der zugelassenen Kulturen spritzen?

Obwohl die allgemeine Zulassung einen breiten Rahmen von BBCH 11 bis 99 abdeckt, musst du stets die kulturspezifischen Vorgaben und die jeweiligen Wartezeiten beachten. In vielen Kulturen ist die Anwendung auf bestimmte Entwicklungsstadien beschränkt, um Rückstände im Erntegut zu vermeiden und die Kulturverträglichkeit zu gewährleisten.

Warum ist der Wechsel der Wirkstoffklasse bei MAVITA 250 EC so wichtig?

Da Difenoconazol ein Ein-Ort-Inhibitor ist, können Schaderreger bei wiederholter, einseitiger Anwendung relativ schnell Resistenzen entwickeln. Durch den gezielten Wechsel mit Fungiziden, die einen anderen biochemischen Wirkungsmechanismus besitzen, unterbrichst du diesen Selektionsprozess und sicherst die langfristige Wirksamkeit des Mittels auf deinem Betrieb.

Wie finde ich heraus, ob MAVITA 250 EC für meine spezielle Kultur und den vorliegenden Schaderreger zugelassen ist?

Nutze hierfür einfach die Such- und Filterfunktionen auf agronomy.farmable.tech. Du kannst gezielt nach deiner Kultur oder dem spezifischen Schaderreger filtern, um sofort alle aktuell registrierten Anwendungen, die genauen Aufwandmengen und die einzuhaltenden Wartezeiten für MAVITA 250 EC einzusehen.