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Sonstige · Oro Agri Europe S.A.

PREV-GOLD

BVL Zul.-Nr. 008883-00

PREV-GOLD ist ein vielseitiges Pflanzenschutzmittel auf Basis von kaltgepresstem Orangenöl (61,06 g/l), das sowohl als Fungizid, Insektizid als auch als Akarizid zugelassen ist. Als innovative Formulierung bietet es modernen Betrieben im Garten-, Wein- und Gemüsebau eine hochwirksame, rückstandsarme Lösung zur Regulierung eines breiten Spektrums an Schaderregern. Durch seine Einstufung und das natürliche Wirkstoffprofil eignet es sich hervorragend für integrierte Anbausysteme sowie für den ökologischen Landbau.

Das Wirkungsspektrum umfasst sowohl saugende Insekten wie Blattläuse, Weiße Fliegen, Thrips- und Schildlaus-Arten als auch bedeutende Pilzkrankheiten, darunter Echte und Falsche Mehltaupilze. Dank dieser dualen Wirkung kannst du mit nur einer Überfahrt gleichzeitig tierische Schädlinge und pilzliche Erreger in verschiedenen Kulturen wie Beerenobst, Fruchtgemüse oder Zwiebelgemüse erfassen.

Wirkstoffe

Orangenöl
61.06 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die Wirkung von PREV-GOLD basiert auf einem rein physikalischen und mechanischen Wirkungsmechanismus des enthaltenen Orangenöls. Nach dem direkten Kontakt dringt der Wirkstoff in die schützende Wachsschicht (Kutikula) von weichhäutigen Insekten und Milben ein. Dies führt zur Zerstörung der Zellmembranen und in der Folge zu einer schnellen Dehydration (Austrocknung) der Schädlinge. Bei pilzlichen Schaderregern greift das Orangenöl die äußeren Zellwände der Myzelien und Sporen an. Die Zellmembranen der Pilze kollabieren, was das Wachstum des Pilzgeflechts stoppt und die Sporenkeimung verhindert. Da dieser physikalische Effekt extrem schnell eintritt und keine spezifischen biochemischen Rezeptoren im Schaderreger blockiert, besteht kein Risiko für eine metabolische Resistenzentwicklung.

Resistenzmanagement

Aufgrund des rein physikalischen Wirkungsmechanismus ist das Risiko einer Resistenzbildung gegen Orangenöl als äußerst gering einzustufen. PREV-GOLD eignet sich daher ideal als Baustein in deinem integrierten Resistenzmanagement (FRAC/IRAC-Strategie). Durch den gezielten Wechsel oder die Kombination mit systemischen Pflanzenschutzmitteln, die über spezifische biochemische Wirkorte verfügen, kannst du den Selektionsdruck auf die Schaderregerpopulationen effektiv senken und die Lebensdauer anderer Wirkstoffklassen sichern.

Mischbarkeit & Tankmischung

Bei der Erstellung von Tankmischungen ist zu beachten, dass Orangenöl bereits hervorragende Netzeigenschaften besitzt und wie ein natürliches Hilfsmittel wirkt. Die Zugabe von zusätzlichen Netzmitteln oder haftungsfördernden Adjuvanzien ist daher in der Regel nicht erforderlich und kann das Risiko von Phytotoxizität (insbesondere bei empfindlichen Kulturen oder hoher Sonneneinstrahlung) erhöhen. Achte auf eine ausreichende Wasserqualität und vermeide Mischungen mit stark sauren oder stark alkalischen Produkten sowie mit schwefel- oder kupferhaltigen Präparaten, sofern keine spezifischen Verträglichkeitstests vorliegen. Führe vor einer großflächigen Anwendung stets eine Probemischung und eine Testbehandlung an einzelnen Pflanzen durch.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit PREV-GOLD steht der Schutz des Anwenders im Vordergrund; trage daher stets die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA) wie Schutzhandschuhe und Schutzbrille während der Anmischung und Applikation. Zum Schutz von nützlichen Bestäubern wie Bienen sollte die Anwendung grundsätzlich außerhalb des täglichen Bienenflugs in den Abendstunden erfolgen, insbesondere wenn die behandelten Kulturen oder Begleitvegetation blühen oder von Bienen aktiv beflogen werden. Um Einträge in Oberflächengewässer zu vermeiden, sind die allgemeinen Abdriftminderungsmaßnahmen und Abstandsregelungen zu Gewässern und Saumstrukturen strikt einzuhalten.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
BleichsellerieBlattläuse12–490.00024 LITER_PER_SQUARE_METER—
RiesenkürbisWeiße Fliegen12–890.0002 LITER_PER_SQUARE_METER1T
Wurzel- und KnollengemüseBlattläuse12–490.00024 LITER_PER_SQUARE_METER—
ZierpflanzenBlattläuse, Weiße Fliegen12–890.0002 LITER_PER_SQUARE_METER—
KnoblauchBlattläuse12–490.00024 LITER_PER_SQUARE_METER—
ErdbeereEchter Mehltau (Podosphaera aphanis)12–890.0004 LITER_PER_SQUARE_METER—
SpeisezwiebelZwiebelthrips12–490.00048 LITER_PER_SQUARE_METER—
Schwarze JohannisbeereEchte Mehltaupilze12–890.00035999999999999997 LITER_PER_SQUARE_METER—
SpeisezwiebelBlattläuse12–490.00024 LITER_PER_SQUARE_METER—
BalkonpflanzenBlattläuse12–890.0006 LITER_PER_SQUARE_METER—
PerlzwiebelBlattläuse12–490.00024 LITER_PER_SQUARE_METER—
PorreeZwiebelthrips12–490.00048 LITER_PER_SQUARE_METER—
Weiße JohannisbeereEchte Mehltaupilze12–890.00035999999999999997 LITER_PER_SQUARE_METER—
ZiergehölzeBuchsbaumzünsler12–890.0006 LITER_PER_SQUARE_METER—
Gemüsepaprika (inkl. Peperoni und Chili)Weiße Fliegen12–890.0002 LITER_PER_SQUARE_METER1T
KümmelBlattläuse12–490.00024 LITER_PER_SQUARE_METER—
KartoffelPhytophthora infestans15–490.0004 LITER_PER_SQUARE_METER—
KohlgemüseBlattläuse12–490.0004 LITER_PER_SQUARE_METER—
Gemüsepaprika (inkl. Peperoni und Chili)Spinnmilben12–890.0002 LITER_PER_SQUARE_METER1T
frische KräuterBlattläuse12–490.00024 LITER_PER_SQUARE_METER—
ZiergehölzeSchildlaus-Arten12–890.0006 LITER_PER_SQUARE_METER—
WirsingKohlmottenschildlaus12–490.0006 LITER_PER_SQUARE_METER—
Moschus-KürbisWeiße Fliegen12–890.0002 LITER_PER_SQUARE_METER1T
ZierpflanzenSpinnmilben12–890.0002 LITER_PER_SQUARE_METER—
GemüsefenchelZwiebelthrips12–490.00048 LITER_PER_SQUARE_METER—
SchalotteBlattläuse12–490.00024 LITER_PER_SQUARE_METER—
RhabarberBlattläuse12–490.00024 LITER_PER_SQUARE_METER—
TomateWeiße Fliegen12–890.0002 LITER_PER_SQUARE_METER1T
SchnittlauchBlattläuse12–490.00024 LITER_PER_SQUARE_METER—
PorreeBlattläuse12–490.00024 LITER_PER_SQUARE_METER—
BuschbohneBlattläuse12–890.00035999999999999997 LITER_PER_SQUARE_METER—
TopfpflanzenBlattläuse12–890.0006 LITER_PER_SQUARE_METER—
HimbeereEchte Mehltaupilze12–890.00035999999999999997 LITER_PER_SQUARE_METER—
TomateSpinnmilben12–890.0002 LITER_PER_SQUARE_METER1T
FlaschenkürbisWeiße Fliegen12–890.0002 LITER_PER_SQUARE_METER1T
GewürzfenchelBlattläuse12–490.00024 LITER_PER_SQUARE_METER—
RosenkohlKohlmottenschildlaus12–490.0006 LITER_PER_SQUARE_METER—
WinterheckenzwiebelBlattläuse12–490.00024 LITER_PER_SQUARE_METER—
Rote JohannisbeereEchte Mehltaupilze12–890.00035999999999999997 LITER_PER_SQUARE_METER—
BrombeereEchte Mehltaupilze12–890.00035999999999999997 LITER_PER_SQUARE_METER—
Garten-KürbisWeiße Fliegen12–890.0002 LITER_PER_SQUARE_METER1T
KernobstBirnenblattsauger (Psylla pyri), Birnenblattsauger (Cacopsylla pyricola)11–894.5 LITER_PER_10000_SQUARE_METER_LWA—
HaselnussEchte Mehltaupilze51–814.5 LITER_PER_10000_SQUARE_METER_LWA—
BirneEchte Mehltaupilze51–814.5 LITER_PER_10000_SQUARE_METER_LWA—
PfirsichEchte Mehltaupilze51–814.5 LITER_PER_10000_SQUARE_METER_LWA—
KernobstBlutlaus0–854.5 LITER_PER_10000_SQUARE_METER_LWA—
KernobstEchter Mehltau (Podosphaera leucotricha)51–814.5 LITER_PER_10000_SQUARE_METER_LWA—
WeinrebeBotrytis cinerea81–894.5 LITER_PER_10000_SQUARE_METER_LWA—
WeinrebeFalscher Mehltau (Plasmopara viticola)12–794.5 LITER_PER_10000_SQUARE_METER_LWA—
WeinrebeEchter Mehltau (Uncinula necator)12–794.5 LITER_PER_10000_SQUARE_METER_LWA—
StangenbohneBlattläuse12–89300 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER—
Feuer- bzw. KäferbohneBlattläuse12–89300 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER—
StangenbohneBlattläuse12–893 LITER_PER_10000_SQUARE_METER_LWA—
Feuer- bzw. KäferbohneBlattläuse12–893 LITER_PER_10000_SQUARE_METER_LWA—
GemüsefenchelZwiebelthrips12–494.8 LITER_PER_HECTARE—
WirsingKohlmottenschildlaus12–496 LITER_PER_HECTARE—
HimbeereEchte Mehltaupilze12–893.6 LITER_PER_HECTARE—
Wurzel- und KnollengemüseBlattläuse12–493.6 LITER_PER_HECTARE—
TomateSpinnmilben12–892 LITER_PER_HECTARE1T
Garten-KürbisWeiße Fliegen12–892 LITER_PER_HECTARE1T
ZiergehölzeSchildlaus-Arten12–896 LITER_PER_HECTARE—
Moschus-KürbisWeiße Fliegen12–892 LITER_PER_HECTARE1T
GewürzfenchelBlattläuse12–492.4 LITER_PER_HECTARE—
RhabarberBlattläuse12–492.4 LITER_PER_HECTARE—
ZierpflanzenFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)12–896 LITER_PER_HECTARE—
ZierpflanzenSpinnmilben12–892 LITER_PER_HECTARE—
KnoblauchBlattläuse12–492.4 LITER_PER_HECTARE—
BrombeereEchte Mehltaupilze12–893.6 LITER_PER_HECTARE—
PatissonFalscher Mehltau (Pseudoperonospora cubensis)12–894 LITER_PER_HECTARE—
SchalotteBlattläuse12–492.4 LITER_PER_HECTARE—
ErdbeereEchter Mehltau (Podosphaera aphanis)12–894 LITER_PER_HECTARE—
BalkonpflanzenBlattläuse12–896 LITER_PER_HECTARE—
MeloneFalscher Mehltau (Pseudoperonospora cubensis)12–894 LITER_PER_HECTARE—
TomateEchter Mehltau (Oidium neolycopersici), Echter Mehltau (Leveillula taurica)12–896.75 LITER_PER_HECTARE—
WinterheckenzwiebelBlattläuse12–493.6 LITER_PER_HECTARE—
BlattgemüseBlattläuse12–492.4 LITER_PER_HECTARE—
TopfpflanzenBlattläuse12–896 LITER_PER_HECTARE—
KümmelBlattläuse12–492.4 LITER_PER_HECTARE—
WassermeloneFalscher Mehltau (Pseudoperonospora cubensis)12–894 LITER_PER_HECTARE—
RosenSternrußtau (Diplocarpon rosae)12–896 LITER_PER_HECTARE—
TabakAlternaria Arten (Alternaria sp.)12–163.6 LITER_PER_HECTARE—
GewürzkräuterFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)12–692.4 LITER_PER_HECTARE—
TabakWeiße Fliegen12–892.4 LITER_PER_HECTARE—
TomatePhytophthora infestans12–896.75 LITER_PER_HECTARE—
ZierpflanzenSpinnmilben (Tetranychidae)12–896 LITER_PER_HECTARE—
frische KräuterBlattläuse12–492.4 LITER_PER_HECTARE—
ZierpflanzenBlattläuse, Weiße Fliegen12–892 LITER_PER_HECTARE—
PorreeZwiebelthrips12–494.8 LITER_PER_HECTARE—
Gemüsepaprika (inkl. Peperoni und Chili)Spinnmilben12–892 LITER_PER_HECTARE1T
RosenPhragmidiumrost-Arten12–896 LITER_PER_HECTARE—
GurkeSpinnmilben (Tetranychidae)12–894.5 LITER_PER_HECTARE—
KohlgemüseBlattläuse12–494 LITER_PER_HECTARE—
Garten-KürbisFalscher Mehltau (Pseudoperonospora cubensis)12–894 LITER_PER_HECTARE—
PatissonSpinnmilben (Tetranychidae)12–894 LITER_PER_HECTARE—
BleichsellerieBlattläuse12–492.4 LITER_PER_HECTARE—
KnoblauchBlattläuse12–493.6 LITER_PER_HECTARE—
PerlzwiebelBlattläuse12–492.4 LITER_PER_HECTARE—
PorreeBlattläuse12–493.6 LITER_PER_HECTARE—
Weiße JohannisbeereEchte Mehltaupilze12–893.6 LITER_PER_HECTARE—
SchnittlauchBlattläuse12–493.6 LITER_PER_HECTARE—

Häufige Fragen

Wie stellst du sicher, dass PREV-GOLD seine optimale Wirkung entfaltet?

Da es sich um ein reines Kontaktmittel handelt, ist eine lückenlose und gründliche Benetzung aller Pflanzenteile – insbesondere auch der Blattunterseiten, wo sich Schädlinge wie Spinnmilben oder Weiße Fliegen bevorzugt aufhalten – absolut entscheidend für den Bekämpfungserfolg.

Wann ist der beste Zeitpunkt am Tag für eine Behandlung mit PREV-GOLD?

Du solltest die Anwendung bevorzugt in den kühleren Morgen- oder Abendstunden durchführen. Vermeide Applikationen bei praller Sonne, starkem Wind oder Temperaturen über 25 °C, um das Risiko von Verbrennungen (Phytotoxizität) auf den Blättern zu minimieren und eine zu schnelle Verdunstung des Spritzbelags zu verhindern.

Kann ich PREV-GOLD auch in geschlossenen Räumen wie Gewächshäusern einsetzen?

Ja, das Produkt ist für den Einsatz im Gewächshaus in vielen Kulturen hervorragend geeignet. Achte jedoch darauf, dass nach der Behandlung eine ausreichende Belüftung stattfindet, damit der Spritzbelag zügig abtrocknen kann, was die Verträglichkeit für die Kultur verbessert.

Warum ist die Wartezeit bei diesem Pflanzenschutzmittel so extrem kurz?

Der Wirkstoff Orangenöl ist flüchtig und baut sich auf der Kultur sowie in der Umwelt sehr rasch ab. Dadurch verbleiben keine langlebigen Rückstände auf dem Erntegut, was eine Wartezeit von nur einem Tag ermöglicht und dir maximale Flexibilität direkt vor der Ernte sichert.

Wie integriere ich PREV-GOLD am besten in ein biologisches Pflanzenschutzkonzept mit Nützlingen?

Da Orangenöl unspezifisch über Kontakt wirkt, kann es auch nützliche Insekten direkt treffen. Setze das Produkt daher idealerweise vor der Freilassung von Nützlingen ein, um den Schädlingsdruck vorab stark zu senken. Sobald der Spritzbelag getrocknet ist, können Nützlinge in der Regel wieder sicher ausgebracht werden.

Welche Rolle spielt die Wasserhärte und der pH-Wert der Spritzbrühe bei der Anwendung?

Für eine optimale Stabilität der Emulsion sollte der pH-Wert der Spritzbrühe im leicht sauren bis neutralen Bereich (pH 5,5 bis 7,0) liegen. Extrem hartes Wasser oder sehr alkalische Mischungspartner können die physikalische Struktur der Formulierung beeinträchtigen und die Wirkung abschwächen.