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OTHER · Syngenta Agro GmbH

ASKON

BVL Zul.-Nr. 006902-00

ASKON ist ein hochwirksames, breit wirksames Fungizid von Syngenta, das speziell für den Einsatz in einer Vielzahl von Gemüse- und Sonderkulturen entwickelt wurde. Als Suspensionskonzentrat (SC) formuliert, kombiniert es zwei bewährte Wirkstoffe, um einen lückenlosen Schutz gegen ein breites Spektrum wirtschaftlich bedeutender Schaderreger zu gewährleisten. Das Pflanzenschutzmittel hat sich im professionellen Gartenbau als Standardlösung etabliert, insbesondere zur Bekämpfung von Blattfleckenkrankheiten, Rostpilzen und Echten Mehltaupilzen.

Durch die Kombination zweier unterschiedlicher Wirkstoffklassen bietet ASKON sowohl eine hervorragende vorbeugende (protektive) als auch eine heilende (kurative) Wirkung. Dies macht es zu einem flexiblen Werkzeug im integrierten Pflanzenschutz, das die Vitalität der Kulturen sichert und Ertrags- sowie Qualitätsverluste zuverlässig verhindert. Die Formulierung zeichnet sich durch eine hervorragende Pflanzenverträglichkeit und eine schnelle Regenfestigkeit aus.

Wirkstoffe

Azoxystrobin
200 g/L · Wirkstoff
Difenoconazol
125 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die herausragende Wirksamkeit von ASKON basiert auf dem synergistischen Zusammenspiel seiner beiden aktiven Komponenten: Azoxystrobin und Difenoconazol. Azoxystrobin gehört zur Gruppe der Strobilurine (FRAC-Klasse 11) und greift in den mitochondrialen Atmungsprozess der Pilzzellen ein, indem es den Elektronentransport blockiert. Dies führt zu einem raschen Energiemangel und stoppt die Sporenkeimung sowie das frühe Myzelwachstum. Azoxystrobin besitzt zudem ausgeprägte translaminare und systemische Eigenschaften, die für eine gleichmäßige Verteilung im Blattgewebe sorgen. Difenoconazol, ein Wirkstoff aus der Klasse der Triazole (FRAC-Klasse 3), ergänzt dieses Spektrum optimal. Als Demethylierungs-Inhibitor (DMI) stört es die Biosynthese von Ergosterol in den Zellmembranen der Pilze. Difenoconazol wird schnell von den grünen Pflanzenteilen aufgenommen und akropetal transportiert. Durch diesen dualen Ansatz werden Schaderreger an zwei unterschiedlichen biochemischen Angriffspunkten attackiert, was die biologische Gesamtleistung maximiert und das Risiko von Wirkungsverlusten minimiert.

Resistenzmanagement

Um die langfristige Wirksamkeit von ASKON zu sichern, ist ein konsequentes Antiresistenzmanagement unerlässlich. Da das Pflanzenschutzmittel Wirkstoffe aus zwei verschiedenen FRAC-Klassen (3 und 11) enthält, ist das inhärente Risiko einer Resistenzentwicklung bereits deutlich reduziert. Dennoch sollte ASKON im Rahmen einer Spritzfolge im Wechsel mit Fungiziden eingesetzt werden, die über andere Wirkungsmechanismen verfügen. Die maximale Anzahl der Anwendungen pro Kultur und Saison gemäß der BVL-Zulassung darf nicht überschritten werden, um den Selektionsdruck auf Schaderreger wie Alternaria-Arten oder Echte Mehltaupilze so gering wie möglich zu halten.

Mischbarkeit & Tankmischung

ASKON ist im Allgemeinen gut mischbar mit gängigen Insektiziden, Herbiziden und Blattdüngern. Bei der Herstellung von Tankmischungen wird empfohlen, vorab eine physikalische Mischbarkeitsprobe in einem kleinen Gefäß durchzuführen. Für eine optimale Benetzung der Blattoberflächen, insbesondere bei Kulturen mit ausgeprägter Wachsschicht wie Kohlarten, kann der Zusatz eines zugelassenen Netzmittels vorteilhaft sein. Die Anwendung sollte vorzugsweise in den kühlen Morgen- oder Abendstunden erfolgen, um Verdunstungsverluste zu minimieren und eine langsame, vollständige Aufnahme der Wirkstoffe durch die Kultur zu gewährleisten. Auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge ist zu achten, um eine lückenlose Benetzung des gesamten Bestandes sicherzustellen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit ASKON sind die gesetzlich vorgeschriebenen PSA-Maßnahmen (persönliche Schutzausrüstung) strikt einzuhalten, um den Anwenderschutz zu gewährleisten. Aufgrund der Eigenschaften der Wirkstoffe sind spezifische Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern (Abdriftminderungsklassen) zu beachten, um aquatische Organismen zu schützen. Das Pflanzenschutzmittel ist bei bestimmungsgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, sollte jedoch zum Schutz von Wildbienen und anderen Bestäubern nicht in blühende Bestände oder auf Unkräuter ausgebracht werden, die aktiv von Bienen angeflogen werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
KohlrabiPilzliche Blattfleckenerreger41–991 LITER_PER_HECTARE14T
GemüsefenchelPilzliche Blattfleckenerreger41–991 LITER_PER_HECTARE14T
SchnittmangoldPilzliche Blattfleckenerreger33–991 LITER_PER_HECTARE21T
BlumenkohleMycosphaerella brassicicola41–491 LITER_PER_HECTARE
ZucchiniPilzliche Blattfleckenerreger19–990.75 LITER_PER_HECTARE3T
Gemeine RingelblumeEchte Mehltaupilze49–551 LITER_PER_HECTARE7T
Pak ChoiKohlschwärze (Alternaria brassicicola)41–471 LITER_PER_HECTARE21T
GrünkohlWeißer Rost (Albugo candida)37–471 LITER_PER_HECTARE21T
BlumenkohleAlternaria brassicae41–491 LITER_PER_HECTARE
Beten (Rote, Gelbe, Weiße Bete)Pilzliche Blattfleckenerreger43–991 LITER_PER_HECTARE28T
MöhreMöhrenschwärze (Alternaria dauci)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
ChinakohlAlternaria brassicae41–471 LITER_PER_HECTARE21T
Korianderpilzliche Doldenerkrankungen41–491 LITER_PER_HECTARE
BleichsellerieBlattfleckenkrankheit (Septoria apiicola), Sellerierost (Puccinia apii)41–991 LITER_PER_HECTARE21T
Anispilzliche Doldenerkrankungen41–491 LITER_PER_HECTARE
ChicoreePilzliche Blattfleckenerreger13–991 LITER_PER_HECTARE
ChinakohlWeißer Rost (Albugo candida)41–471 LITER_PER_HECTARE21T
SpargelSpargelrost (Puccinia asparagi)1 LITER_PER_HECTARE
BlumenkohleKohlschwärze (Alternaria brassicicola)41–491 LITER_PER_HECTARE
RiesenkürbisPilzliche Blattfleckenerreger19–990.75 LITER_PER_HECTARE3T
MelissePfefferminzen-Rost (Puccinia menthae)39–511 LITER_PER_HECTARE7T
GurkePilzliche Blattfleckenerreger61–991 LITER_PER_HECTARE3T
StielmangoldPilzliche Blattfleckenerreger33–991 LITER_PER_HECTARE21T
frische KräuterEchte Mehltaupilze, Pilzliche Blattfleckenerreger, Rostpilze41–551 LITER_PER_HECTARE14T
GrünkohlMycosphaerella brassicicola37–471 LITER_PER_HECTARE21T
Pak ChoiWeißer Rost (Albugo candida)41–471 LITER_PER_HECTARE21T
GemüsefenchelPilzliche Blattfleckenerreger41–991 LITER_PER_HECTARE14T
Gemüsepaprika (inkl. Peperoni und Chili)Pilzliche Blattfleckenerreger19–990.75 LITER_PER_HECTARE3T
ZwiebelgemüseRost (Puccinia allii)41–491 LITER_PER_HECTARE21T
PorreePurpurfleckenkrankheit (Alternaria porri)41–491 LITER_PER_HECTARE21T
BlumenkohleWeißer Rost (Albugo candida)41–491 LITER_PER_HECTARE
JohanniskrautJohanniskrautwelke (Colletotrichum gloeosporioides)49–551 LITER_PER_HECTARE50T
Moschus-KürbisPilzliche Blattfleckenerreger19–990.75 LITER_PER_HECTARE3T
Kopfkohle (Weiß-, Rot-, Spitz-, Rosen- und Wirsingkohl)Mycosphaerella brassicicola41–491 LITER_PER_HECTARE21T
SpitzwegerichEchte Mehltaupilze41–491 LITER_PER_HECTARE7T
GrünkohlAlternaria brassicae37–471 LITER_PER_HECTARE21T
SchnittlauchRost (Puccinia allii)41–491 LITER_PER_HECTARE21T
Kopfkohle (Weiß-, Rot-, Spitz-, Rosen- und Wirsingkohl)Alternaria brassicae41–491 LITER_PER_HECTARE21T
WurzelpetersiliePilzliche Blattfleckenerreger43–991 LITER_PER_HECTARE21T
BaumschulgehölzpflanzenEchte Mehltaupilze, Pilzliche Blattfleckenerreger, Rostpilze19–911 LITER_PER_HECTARE
ChinakohlMycosphaerella brassicicola41–471 LITER_PER_HECTARE21T
Speiserüben (Stoppelrübe, Mairübe etc.)Pilzliche Blattfleckenerreger43–991 LITER_PER_HECTARE28T
SchwarzwurzelPilzliche Blattfleckenerreger43–991 LITER_PER_HECTARE21T
Kopfkohle (Weiß-, Rot-, Spitz-, Rosen- und Wirsingkohl)Kohlschwärze (Alternaria brassicicola)41–491 LITER_PER_HECTARE21T
Gewürzfenchelpilzliche Doldenerkrankungen41–491 LITER_PER_HECTARE
Dillpilzliche Doldenerkrankungen41–491 LITER_PER_HECTARE
Minze-ArtenPfefferminzen-Rost (Puccinia menthae)39–511 LITER_PER_HECTARE7T
PorreeRost (Puccinia allii)41–491 LITER_PER_HECTARE21T
ZierpflanzenEchte Mehltaupilze, Pilzliche Blattfleckenerreger, Rostpilze40–911 LITER_PER_HECTARE
KnollensellerieBlattfleckenkrankheit (Septoria apiicola), Sellerierost (Puccinia apii)43–991 LITER_PER_HECTARE14T
GrünkohlKohlschwärze (Alternaria brassicicola)37–471 LITER_PER_HECTARE21T
ZucchiniPilzliche Blattfleckenerreger61–991 LITER_PER_HECTARE3T
TomatePilzliche Blattfleckenerreger19–990.75 LITER_PER_HECTARE3T
Garten-KürbisPilzliche Blattfleckenerreger19–990.75 LITER_PER_HECTARE3T
MeerrettichPilzliche Blattfleckenerreger43–991 LITER_PER_HECTARE21T
PatissonPilzliche Blattfleckenerreger19–990.75 LITER_PER_HECTARE3T
BleichselleriePilzliche Blattfleckenerreger41–991 LITER_PER_HECTARE14T
PatissonPilzliche Blattfleckenerreger61–991 LITER_PER_HECTARE3T
ZierpflanzenEchte Mehltaupilze, Pilzliche Blattfleckenerreger, Rostpilze12–911 LITER_PER_HECTARE
GurkePilzliche Blattfleckenerreger19–990.75 LITER_PER_HECTARE3T
Pak ChoiMycosphaerella brassicicola41–471 LITER_PER_HECTARE21T
ChinakohlKohlschwärze (Alternaria brassicicola)41–471 LITER_PER_HECTARE21T
MöhreSchwarzfäule (Alternaria radicina)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
Echte KamilleEchte Mehltaupilze49–551 LITER_PER_HECTARE7T
Kümmelpilzliche Doldenerkrankungen41–491 LITER_PER_HECTARE
Kopfkohle (Weiß-, Rot-, Spitz-, Rosen- und Wirsingkohl)Echter Mehltau (Erysiphe cruciferarum)41–491 LITER_PER_HECTARE21T
MöhreEchter Mehltau (Erysiphe heraclei)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
Pak ChoiAlternaria brassicae41–471 LITER_PER_HECTARE21T
AuberginePilzliche Blattfleckenerreger19–990.75 LITER_PER_HECTARE3T
Kürbis-HybridenPilzliche Blattfleckenerreger61–991 LITER_PER_HECTARE3T
PastinakPilzliche Blattfleckenerreger43–991 LITER_PER_HECTARE21T
ZwiebelgemüsePurpurfleckenkrankheit (Alternaria porri)41–491 LITER_PER_HECTARE21T
KohlrübePilzliche Blattfleckenerreger43–991 LITER_PER_HECTARE28T
SchnittlauchPurpurfleckenkrankheit (Alternaria porri)41–491 LITER_PER_HECTARE21T
Kopfkohle (Weiß-, Rot-, Spitz-, Rosen- und Wirsingkohl)Weißer Rost (Albugo candida)41–491 LITER_PER_HECTARE21T

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung mit ASKON gegen Alternaria-Arten im Gemüsebau?

Die Behandlung sollte idealerweise vorbeugend (protektiv) bei den ersten Anzeichen einer Infektionsgefahr oder unmittelbar nach dem Warndienstaufruf erfolgen. Da Alternaria-Infektionen stark von Feuchtigkeit und warmen Temperaturen begünstigt werden, sichert eine frühe Anwendung im BBCH-Bereich der Bestandsentwicklung die Kultur, bevor sich die Symptome flächig ausbreiten können.

Wie beeinflusst der physiologische Zusatzeffekt von Azoxystrobin die Kulturen in der Praxis?

Neben der fungiziden Wirkung stimuliert die Strobilurin-Komponente physiologische Prozesse in der Kultur. Sie verbessert die Stickstoffassimilation, verzögert den Abbau von Chlorophyll und reduziert die Ethylenbildung unter Stress. Dies führt zu einer längeren Assimilationsphase, einer besseren Toleranz gegenüber Trockenstress und letztlich zu einer stabileren Ertrags- und Qualitätsbildung.

Kann ASKON auch bei kühlen Temperaturen im zeitigen Frühjahr eingesetzt werden?

Ja, ASKON kann bereits ab kühleren Temperaturen eingesetzt werden, da Difenoconazol ab ca. 10 °C eine gute systemische Aktivität zeigt. Für eine optimale systemische Verteilung und Aufnahme durch die Kultur sind jedoch wüchsige Bedingungen und Temperaturen über 12 °C ideal. Frostereignisse unmittelbar nach der Anwendung sollten vermieden werden.

Warum variiert die Wartezeit bei ASKON je nach Kultur so stark?

Die Wartezeit ist streng auf die jeweilige Kultur, deren Wachstumsgeschwindigkeit und die Verzehrsgewohnheiten abgestimmt. Bei schnell wachsenden Kulturen gelten andere Abbaukurven der Wirkstoffe als bei Kulturen mit längerer Standzeit wie Spargel, wo die Anwendung oft erst nach der Ernte im Spargellaub erfolgt, um die Reservestoffeinlagerung für das Folgejahr zu sichern.

Wie verhält sich ASKON bezüglich der Regenfestigkeit nach der Applikation?

Dank der schnellen Wirkstoffaufnahme durch die kutikulären Wachsschichten der Blätter ist ASKON bereits etwa 1 bis 2 Stunden nach dem Antrocknen des Spritzbelags regenfest. Einsetzender Niederschlag nach diesem Zeitraum beeinträchtigt die biologische Wirksamkeit des Pflanzenschutzmittels nicht mehr maßgeblich.

Wie finde ich im Agronomy-Portal weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel für meine spezifische Kultur-Schaderreger-Kombination?

Nutzen Sie hierzu die integrierte Such- und Filterfunktion auf agronomy.farmable.tech. Sie können gezielt nach Ihrer Kultur und dem spezifischen Schaderreger filtern, um eine vollständige Liste aller in Deutschland registrierten Pflanzenschutzmittel inklusive deren Anwendungsbestimmungen und Wirkstoffklassen zu erhalten.