IRONCLAD
IRONCLAD ist ein modernes, hochwirksames Pflanzenschutzmittel zur gezielten Bekämpfung von Nacktschnecken in einer Vielzahl von landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Kulturen. Formuliert als streufähiges Ködergranulat basiert das Produkt auf dem bewährten Wirkstoff Eisen-III-phosphat (37,0 g/kg). Es bietet einen zuverlässigen Schutz für empfindliche Kulturen wie Raps, Kartoffeln, Rüben und diverse Gemüsearten in deren kritischsten Entwicklungsphasen.
Die Köderformulierung zeichnet sich durch eine hervorragende Lockwirkung und extreme Witterungsbeständigkeit aus. Selbst bei anhaltendem Regen oder feuchten Bedingungen, die die Aktivität der Schaderreger begünstigen, behalten die Pellets ihre Form und Attraktivität. Dies sichert eine langanhaltende Schutzwirkung direkt am Boden, wo die Bedrohung für die auflaufende Saat am größten ist.
Durch den Einsatz von IRONCLAD können Landwirte und Gärtner ihre Bestände bereits ab der Aussaat effektiv absichern. Die hohe Selektivität des Wirkstoffs sorgt dafür, dass die Schaderreger präzise erfasst werden, während die natürliche Bodenfauna und wichtige Nützlinge geschont werden. Dies macht das Produkt zu einem unverzichtbaren Baustein im modernen, integrierten Pflanzenschutz.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Der in IRONCLAD enthaltene Wirkstoff Eisen-III-phosphat wirkt nach der Aufnahme als reines Fraßgift im Magen-Darm-Trakt der Nacktschnecken. Sobald die Schaderreger den Köder fressen, führt dies zu einer schnellen physiologischen Veränderung des Calcium-Stoffwechsels im Mitteldarm. Dies bewirkt einen sofortigen Fraßstopp, sodass die Kulturen unmittelbar vor weiteren Schäden geschützt sind. Ein wesentlicher Vorteil dieses Wirkungsmechanismus ist, dass sich die betroffenen Schnecken nach der Köderaufnahme in ihre unterirdischen Verstecke im Boden zurückziehen, um dort zu verenden. Im Gegensatz zu älteren Wirkstoffen kommt es nicht zu einer übermäßigen Schleimabsonderung auf der Bodenoberfläche oder an den Kulturen, was die Erntequalität schont und ein sauberes Feld hinterlässt.
Resistenzmanagement
Da Eisen-III-phosphat auf einem rein physiologischen und nicht-systemischen Wirkungsmechanismus im Verdauungstrakt der Weichtiere beruht, ist das Risiko einer Resistenzentwicklung äußerst gering. Es sind weltweit keine Resistenzen von Nacktschnecken gegen diesen Wirkstoff bekannt. Um diesen Status langfristig zu sichern, sollte die Anwendung von IRONCLAD stets in ein integriertes Pflanzenschutzkonzept eingebunden werden, das auch mechanische Maßnahmen wie eine sorgfältige Bodenbearbeitung zur Zerstörung von Schneckeneiern und Rückzugsorten umfasst.
Mischbarkeit & Tankmischung
Da es sich bei IRONCLAD um ein festes Ködergranulat handelt, das trocken mit speziellen Schneckenkornstreuern oder Düngerstreuern ausgebracht wird, ist eine klassische Tankmischung in der Spritze mit flüssigen Pflanzenschutzmitteln oder Blattdüngern nicht möglich. Das Produkt kann jedoch problemlos in zeitlicher Abfolge oder parallel zu flüssigen Applikationen eingesetzt werden. Bei einer gemeinsamen Ausbringung mit anderen Granulaten (z. B. Mikrogranulaten bei der Saat) ist auf eine präzise Kalibrierung der Streugeräte zu achten, um eine gleichmäßige Verteilung der Aufwandmenge zu garantieren.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Eisen-III-phosphat ist eine auch in der Natur vorkommende Verbindung und zeichnet sich durch ein hervorragendes Ökotoxikologie-Profil aus. IRONCLAD ist als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft und schont wichtige Nützlinge wie Laufkäfer, Spinnen und räuberische Milben, die natürliche Feinde der Schaderreger sind. Auch für Vögel, Igel, Regenwürmer und Haustiere besteht bei sachgerechter Anwendung keine Gefahr, weshalb das Produkt ohne strenge Gewässerabstandsauflagen oder komplexe Anwenderschutzauflagen flexibel eingesetzt werden kann.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Lein | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Rucola-Arten | Nacktschnecken | 0–10 | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Knollensellerie | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Ackerbohne | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Zuckerrübe | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Hafer | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Senf-Arten | Nacktschnecken | 0–10 | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Dicke Bohne | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Möhre | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Endivien | Nacktschnecken | 0–10 | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Obstkulturen | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Feldsalat | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Speisezwiebel | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Kartoffel | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Futtererbse | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Senf-Arten | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Raps | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Sonnenblume | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Bleichsellerie | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Endivien | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Chicoree | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Rucola-Arten | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Beten (Rote, Gelbe, Weiße Bete) | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Salate | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Weizen | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Chicoree | Nacktschnecken | 0–10 | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Mais | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Sojabohne | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Borretsch | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Triticale | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Knollensellerie | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Sommerportulak | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Sommerportulak | Nacktschnecken | 0–10 | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Markerbse | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Knoblauch | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Sareptasenf | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Speiserüben (Stoppelrübe, Mairübe etc.) | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Winterheckenzwiebel | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Weißkohl | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Futterrübe | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Grünkohl | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Kohlrübe | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Kresse | Nacktschnecken | 0–10 | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Buschbohne | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Frühes Barbarakraut | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Salat-Arten | Nacktschnecken | 0–10 | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Artischocke | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Rosenkohl | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Spinat | Nacktschnecken | 0–10 | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Gewürzfenchel | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Blumenkohl | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Zuckermais | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Stielmangold | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Porree | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Mohn | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Rettich | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Gerste | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Feuer- bzw. Käferbohne | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Brokkoli | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Roggen | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
Häufige Fragen
Wann ist der beste Zeitpunkt für die Ausbringung von IRONCLAD?
Die Anwendung sollte idealerweise direkt nach der Saat oder dem Pflanzen der Kulturen erfolgen (BBCH 0–10), sobald die ersten Nacktschnecken aktiv werden oder erste Fraßschäden drohen. Da Schnecken dämmerungs- und nachtaktiv sind, ist eine Ausbringung am späten Nachmittag oder Abend besonders effektiv.
Wie verhält sich das Ködergranulat bei starkem Regen?
IRONCLAD verfügt über eine hochmoderne, feuchtigkeitsbeständige Formulierung. Bei Regen oder hoher Bodenfeuchtigkeit nehmen die Pellets Wasser auf und quellen leicht auf, wodurch sie für die Schnecken noch attraktiver und leichter aufnehmbar werden, ohne jedoch zu zerfallen oder zu verschimmeln.
Warum sieht man nach der Behandlung kaum tote Schnecken auf dem Feld?
Das liegt an der spezifischen Wirkungsweise von Eisen-III-phosphat. Nach dem Verzehr des Köders setzt ein sofortiger Fraßstopp ein, und die Schnecken ziehen sich zum Sterben in den Boden oder in schattige Ritzen zurück. Es kommt nicht zu dem sonst üblichen, unschönen Ausschleimen auf der Bodenoberfläche.
Ist IRONCLAD gefährlich für Haustiere oder Igel?
Nein, der Wirkstoff Eisen-III-phosphat ist für Säugetiere, Vögel und nützliche Gartenbewohner wie Igel ungiftig. Auch Haustiere wie Hunde oder Katzen sind bei einer sachgerechten, gleichmäßigen Verteilung auf der Fläche nicht gefährdet, da der Wirkstoff sehr selektiv auf den Magen-Darm-Trakt von Weichtieren wirkt.
Wie wird eine gleichmäßige Verteilung des Produkts sichergestellt?
Das Ködergranulat sollte mit einem exakt kalibrierten Schneckenkornstreuer (z. B. Lehner-Streuer) oder einem herkömmlichen Düngerstreuer gleichmäßig über die gesamte Kulturfläche verteilt werden. Eine punktuelle Haufenbildung ist unbedingt zu vermeiden, um eine optimale Köderdichte pro Quadratmeter zu erzielen.
Müssen bei der Anwendung von IRONCLAD Wartezeiten bis zur Ernte eingehalten werden?
Nein, für IRONCLAD ist die Wartezeit durch die zugelassenen Anwendungsbedingungen abgedeckt (oft als 'F' deklariert). Da die Behandlungen in den sehr frühen Entwicklungsstadien (BBCH 0–10) stattfinden und der Wirkstoff nicht systemisch in die Kultur transportiert wird, sind keine Wartezeiten in Tagen einzuhalten.