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OTHER · Doff Portland Limited

IRONCLAD

BVL Zul.-Nr. 00A456-00

IRONCLAD ist ein modernes, hochwirksames Pflanzenschutzmittel zur gezielten Bekämpfung von Nacktschnecken in einer Vielzahl von landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Kulturen. Formuliert als streufähiges Ködergranulat basiert das Produkt auf dem bewährten Wirkstoff Eisen-III-phosphat (37,0 g/kg). Es bietet einen zuverlässigen Schutz für empfindliche Kulturen wie Raps, Kartoffeln, Rüben und diverse Gemüsearten in deren kritischsten Entwicklungsphasen.

Die Köderformulierung zeichnet sich durch eine hervorragende Lockwirkung und extreme Witterungsbeständigkeit aus. Selbst bei anhaltendem Regen oder feuchten Bedingungen, die die Aktivität der Schaderreger begünstigen, behalten die Pellets ihre Form und Attraktivität. Dies sichert eine langanhaltende Schutzwirkung direkt am Boden, wo die Bedrohung für die auflaufende Saat am größten ist.

Durch den Einsatz von IRONCLAD können Landwirte und Gärtner ihre Bestände bereits ab der Aussaat effektiv absichern. Die hohe Selektivität des Wirkstoffs sorgt dafür, dass die Schaderreger präzise erfasst werden, während die natürliche Bodenfauna und wichtige Nützlinge geschont werden. Dies macht das Produkt zu einem unverzichtbaren Baustein im modernen, integrierten Pflanzenschutz.

Wirkstoffe

Eisen-III-phosphat
37 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in IRONCLAD enthaltene Wirkstoff Eisen-III-phosphat wirkt nach der Aufnahme als reines Fraßgift im Magen-Darm-Trakt der Nacktschnecken. Sobald die Schaderreger den Köder fressen, führt dies zu einer schnellen physiologischen Veränderung des Calcium-Stoffwechsels im Mitteldarm. Dies bewirkt einen sofortigen Fraßstopp, sodass die Kulturen unmittelbar vor weiteren Schäden geschützt sind. Ein wesentlicher Vorteil dieses Wirkungsmechanismus ist, dass sich die betroffenen Schnecken nach der Köderaufnahme in ihre unterirdischen Verstecke im Boden zurückziehen, um dort zu verenden. Im Gegensatz zu älteren Wirkstoffen kommt es nicht zu einer übermäßigen Schleimabsonderung auf der Bodenoberfläche oder an den Kulturen, was die Erntequalität schont und ein sauberes Feld hinterlässt.

Resistenzmanagement

Da Eisen-III-phosphat auf einem rein physiologischen und nicht-systemischen Wirkungsmechanismus im Verdauungstrakt der Weichtiere beruht, ist das Risiko einer Resistenzentwicklung äußerst gering. Es sind weltweit keine Resistenzen von Nacktschnecken gegen diesen Wirkstoff bekannt. Um diesen Status langfristig zu sichern, sollte die Anwendung von IRONCLAD stets in ein integriertes Pflanzenschutzkonzept eingebunden werden, das auch mechanische Maßnahmen wie eine sorgfältige Bodenbearbeitung zur Zerstörung von Schneckeneiern und Rückzugsorten umfasst.

Mischbarkeit & Tankmischung

Da es sich bei IRONCLAD um ein festes Ködergranulat handelt, das trocken mit speziellen Schneckenkornstreuern oder Düngerstreuern ausgebracht wird, ist eine klassische Tankmischung in der Spritze mit flüssigen Pflanzenschutzmitteln oder Blattdüngern nicht möglich. Das Produkt kann jedoch problemlos in zeitlicher Abfolge oder parallel zu flüssigen Applikationen eingesetzt werden. Bei einer gemeinsamen Ausbringung mit anderen Granulaten (z. B. Mikrogranulaten bei der Saat) ist auf eine präzise Kalibrierung der Streugeräte zu achten, um eine gleichmäßige Verteilung der Aufwandmenge zu garantieren.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Eisen-III-phosphat ist eine auch in der Natur vorkommende Verbindung und zeichnet sich durch ein hervorragendes Ökotoxikologie-Profil aus. IRONCLAD ist als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft und schont wichtige Nützlinge wie Laufkäfer, Spinnen und räuberische Milben, die natürliche Feinde der Schaderreger sind. Auch für Vögel, Igel, Regenwürmer und Haustiere besteht bei sachgerechter Anwendung keine Gefahr, weshalb das Produkt ohne strenge Gewässerabstandsauflagen oder komplexe Anwenderschutzauflagen flexibel eingesetzt werden kann.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
LeinNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
Rucola-ArtenNacktschnecken0–107 KILOGRAM_PER_HECTARE
KnollensellerieNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
AckerbohneNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
ZuckerrübeNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
HaferNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
Senf-ArtenNacktschnecken0–107 KILOGRAM_PER_HECTARE
Dicke BohneNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
MöhreNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
EndivienNacktschnecken0–107 KILOGRAM_PER_HECTARE
ObstkulturenNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
FeldsalatNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
SpeisezwiebelNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
KartoffelNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
FuttererbseNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
Senf-ArtenNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
RapsNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
SonnenblumeNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
BleichsellerieNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
EndivienNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
ChicoreeNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
Rucola-ArtenNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
Beten (Rote, Gelbe, Weiße Bete)Nacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
SalateNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
WeizenNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
ChicoreeNacktschnecken0–107 KILOGRAM_PER_HECTARE
MaisNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
SojabohneNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
BorretschNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
TriticaleNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
KnollensellerieNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
SommerportulakNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
SommerportulakNacktschnecken0–107 KILOGRAM_PER_HECTARE
MarkerbseNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
KnoblauchNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
SareptasenfNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
Speiserüben (Stoppelrübe, Mairübe etc.)Nacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
WinterheckenzwiebelNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
WeißkohlNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
FutterrübeNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
GrünkohlNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
KohlrübeNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
KresseNacktschnecken0–107 KILOGRAM_PER_HECTARE
BuschbohneNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
Frühes BarbarakrautNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
Salat-ArtenNacktschnecken0–107 KILOGRAM_PER_HECTARE
ArtischockeNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
RosenkohlNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
SpinatNacktschnecken0–107 KILOGRAM_PER_HECTARE
GewürzfenchelNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
BlumenkohlNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
ZuckermaisNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
StielmangoldNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
PorreeNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
MohnNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
RettichNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
GersteNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
Feuer- bzw. KäferbohneNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
BrokkoliNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
RoggenNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Ausbringung von IRONCLAD?

Die Anwendung sollte idealerweise direkt nach der Saat oder dem Pflanzen der Kulturen erfolgen (BBCH 0–10), sobald die ersten Nacktschnecken aktiv werden oder erste Fraßschäden drohen. Da Schnecken dämmerungs- und nachtaktiv sind, ist eine Ausbringung am späten Nachmittag oder Abend besonders effektiv.

Wie verhält sich das Ködergranulat bei starkem Regen?

IRONCLAD verfügt über eine hochmoderne, feuchtigkeitsbeständige Formulierung. Bei Regen oder hoher Bodenfeuchtigkeit nehmen die Pellets Wasser auf und quellen leicht auf, wodurch sie für die Schnecken noch attraktiver und leichter aufnehmbar werden, ohne jedoch zu zerfallen oder zu verschimmeln.

Warum sieht man nach der Behandlung kaum tote Schnecken auf dem Feld?

Das liegt an der spezifischen Wirkungsweise von Eisen-III-phosphat. Nach dem Verzehr des Köders setzt ein sofortiger Fraßstopp ein, und die Schnecken ziehen sich zum Sterben in den Boden oder in schattige Ritzen zurück. Es kommt nicht zu dem sonst üblichen, unschönen Ausschleimen auf der Bodenoberfläche.

Ist IRONCLAD gefährlich für Haustiere oder Igel?

Nein, der Wirkstoff Eisen-III-phosphat ist für Säugetiere, Vögel und nützliche Gartenbewohner wie Igel ungiftig. Auch Haustiere wie Hunde oder Katzen sind bei einer sachgerechten, gleichmäßigen Verteilung auf der Fläche nicht gefährdet, da der Wirkstoff sehr selektiv auf den Magen-Darm-Trakt von Weichtieren wirkt.

Wie wird eine gleichmäßige Verteilung des Produkts sichergestellt?

Das Ködergranulat sollte mit einem exakt kalibrierten Schneckenkornstreuer (z. B. Lehner-Streuer) oder einem herkömmlichen Düngerstreuer gleichmäßig über die gesamte Kulturfläche verteilt werden. Eine punktuelle Haufenbildung ist unbedingt zu vermeiden, um eine optimale Köderdichte pro Quadratmeter zu erzielen.

Müssen bei der Anwendung von IRONCLAD Wartezeiten bis zur Ernte eingehalten werden?

Nein, für IRONCLAD ist die Wartezeit durch die zugelassenen Anwendungsbedingungen abgedeckt (oft als 'F' deklariert). Da die Behandlungen in den sehr frühen Entwicklungsstadien (BBCH 0–10) stattfinden und der Wirkstoff nicht systemisch in die Kultur transportiert wird, sind keine Wartezeiten in Tagen einzuhalten.