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COMPO Universal Pilz-frei Duaxo

BVL Zul.-Nr. 034560-87

COMPO Universal Pilz-frei Duaxo ist ein hochwirksames, breit wirksames Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung einer Vielzahl von pilzlichen Schaderregern in zahlreichen Kulturen wie Gemüse, Kartoffeln und Erdbeeren. Als flüssiges Suspensionskonzentrat (SC) formuliert, basiert das Präparat auf dem bewährten Wirkstoff Azoxystrobin, der sich durch hervorragende systemische und translaminare Eigenschaften auszeichnet.

Das Anwendungsspektrum umfasst sowohl Echte als auch Falsche Mehltaupilze, Rostpilze, Blattfleckenkrankheiten (wie Septoria und Cladosporium) sowie bodenbürtige Erreger wie Rhizoctonia solani. Durch diese enorme Bandbreite hat sich das Mittel als verlässlicher Baustein im integrierten Pflanzenschutz etabliert, der Kulturen in kritischen Wachstumsphasen effektiv schützt und die Ertragsqualität sichert.

Dank der gleichmäßigen Verteilung im Pflanzengewebe bietet das Produkt nicht nur einen vorbeugenden Schutz vor Neuinfektionen, sondern stoppt auch bereits beginnende Infektionen im frühen Stadium. Dies macht es zu einem flexiblen Werkzeug für professionelle Anbauer, die auf wechselnde Witterungsbedingungen und Infektionsdruck reagieren müssen.

Wirkstoffe

Azoxystrobin
250 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der enthaltene Wirkstoff Azoxystrobin gehört zur chemischen Klasse der Strobilurine und ist im FRAC-Code unter der Gruppe 11 (QoI-Inhibitoren) klassifiziert. Die biochemische Wirkung beruht auf der gezielten Blockade des Elektronentransports in den Mitochondrien der Pilzzellen am Cytochrom-bc1-Komplex. Dadurch wird die ATP-Synthese und somit die gesamte Energieversorgung des Schaderregers unterbunden. In der Praxis führt dies zu einer schnellen Hemmung der Sporenkeimung sowie des Myzelwachstums. Da der Wirkstoff translaminar und akropetal (mit dem Saftstrom nach oben) in der Kultur transportiert wird, werden auch neu zuwachsende Pflanzenteile und die Blattunterseiten optimal geschützt. Zudem zeigt Azoxystrobin oft einen positiven physiologischen "Greening-Effekt", der die Stresstoleranz der Kultur verbessert.

Resistenzmanagement

Um einer Resistenzbildung bei den Zielpathogenen wirksam vorzubeugen, ist ein striktes Resistenzmanagement gemäß den FRAC-Richtlinien unerlässlich. Da Azoxystrobin als Solo-Strobilurin ein hohes inhärentes Resistenzrisiko aufweist, sollte die Anzahl der Anwendungen pro Saison streng begrenzt werden. Es wird dringend empfohlen, Behandlungen im Wechsel mit Fungiziden aus anderen Wirkstoffklassen durchzuführen oder entsprechende Mischungspartner einzusetzen, um unterschiedliche Wirkungsmechanismen zu kombinieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

Das Pflanzenschutzmittel weist eine gute physikalische und chemische Mischbarkeit mit den meisten gängigen Insektiziden, Herbiziden und Blattdüngern auf. Vor der Ansetzung größerer Tankmischungen wird jedoch stets eine Verträglichkeitsprobe (Kübeltest) empfohlen. Für eine optimale Benetzung der Blattoberflächen, insbesondere bei Kulturen mit ausgeprägter Wachsschicht, kann der Zusatz eines zugelassenen Netzmittels vorteilhaft sein. Die Anwendung sollte vorzugsweise in den kühleren Morgen- oder Abendstunden bei ausreichender Wassermenge erfolgen, um eine homogene Verteilung zu gewährleisten.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Konzentrat und während der Ausbringung ist die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug und Nitrilhandschuhen, zu tragen. Da der Wirkstoff Azoxystrobin als giftig für Wasserorganismen eingestuft ist, müssen die gesetzlich vorgeschriebenen Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern (Abdriftminderungsklassen) strikt eingehalten werden. Das Mittel ist bei sachgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, dennoch sollte ein direkter Kontakt mit blühenden Beständen und Bienenflug vermieden werden, um Risiken für Bestäuber zu minimieren.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
Rucola-ArtenPilzliche Blattfleckenerreger, Rostpilze, Falsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)13–391 LITER_PER_HECTARE14T
Dicke BohneBrennfleckenkrankheit (Ascochyta fabae), Sclerotinia sclerotiorum1 LITER_PER_HECTARE14T
WassermeloneEchter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea), Falscher Mehltau (Pseudoperonospora cubensis), Echter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)21–990.5 LITER_PER_HECTARE3T
Gemüsepaprika (inkl. Peperoni und Chili)Samtfleckenkrankheit (Cladosporium capsici), Phytophthora capsici21–990.5 LITER_PER_HECTARE3T
ArtischockePilzliche Blattfleckenerreger0.75 LITER_PER_HECTARE7T
KnollensellerieSellerierost (Puccinia apii)13–991 LITER_PER_HECTARE14T
RosenkohlMycosphaerella brassicicola41–491 LITER_PER_HECTARE14T
Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)Weißer Rost (Albugo candida)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
BleichsellerieBlattfleckenkrankheit (Septoria apiicola), Sellerierost (Puccinia apii)13–991 LITER_PER_HECTARE14T
BlattkohleWeißer Rost (Albugo candida)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
FuttererbseBrennfleckenkrankheit (Ascochyta pisi)51–751 LITER_PER_HECTARE35T
KohlgemüsePilzliche Blattfleckenerreger13–181 LITER_PER_HECTARE7T
ErdbeereEchter Mehltau (Sphaerotheca macularis)55–891 LITER_PER_HECTARE3T
Echte KamilleEchte Mehltaupilze51–551 LITER_PER_HECTARE7T
KartoffelRhizoctonia solani, Colletotrichum coccodes2 LITER_PER_HECTARE
KnoblauchBlattfleckenkrankheit (Cladosporium allii), Mehlkrankheit (Sclerotium cepivorum)13–191 LITER_PER_HECTARE14T
RadieschenFalscher Mehltau (Peronospora parasitica)10–991 LITER_PER_HECTARE21T
PhaceliaBotrytis-Arten (Botrytis spp.)13–391 LITER_PER_HECTARE
WurzelzichorieRost (Puccinia cichorii)13–991 LITER_PER_HECTARE14T
SalateRhizoctonia solani41–491 LITER_PER_HECTARE14T
EndivienFalscher Mehltau (Bremia lactucae)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
Salat-ArtenPilzliche Blattfleckenerreger13–181 LITER_PER_HECTARE7T
BlattkohleKohlschwärze (Alternaria brassicicola)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
MeerrettichFalscher Mehltau (Peronospora parasitica)13–991 LITER_PER_HECTARE10T
RosenkohlWeißer Rost (Albugo candida)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
SpargelSpargelrost (Puccinia asparagi)55–891 LITER_PER_HECTARE
BlumenkohleKohlschwärze (Alternaria brassicicola)41–491 LITER_PER_HECTARE10T
TabakBlauschimmel (Peronospora tabacina)13–991 LITER_PER_HECTARE14T
ErbsePilzliche Blattfleckenerreger13–181 LITER_PER_HECTARE7T
KümmelEchte Mehltaupilze, pilzliche Doldenerkrankungen51–591 LITER_PER_HECTARE
BlattkohleAlternaria brassicae41–491 LITER_PER_HECTARE14T
ErbseBrennfleckenkrankheit (Phoma medicaginis var. pinodella), Sclerotinia sclerotiorum1 LITER_PER_HECTARE14T
JohanniskrautJohanniskrautwelke (Colletotrichum gloeosporioides)12–391 LITER_PER_HECTARE35T
Gemeine RingelblumeEchte Mehltaupilze51–551 LITER_PER_HECTARE7T
Minze-ArtenPfefferminzen-Rost (Puccinia menthae)1 LITER_PER_HECTARE7T
SalateFalscher Mehltau (Bremia lactucae)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
MöhreMöhrenschwärze (Alternaria dauci)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
BlumenkohleWeißer Rost (Albugo candida)41–491 LITER_PER_HECTARE10T
KartoffelDürrfleckenkrankheit (Alternaria solani)31–890.5 LITER_PER_HECTARE7T
GurkeEchter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea), Echter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)21–890.48 LITER_PER_HECTARE3T
frische KräuterRostpilze, Falsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)13–391 LITER_PER_HECTARE14T
MeloneEchter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea), Falscher Mehltau (Pseudoperonospora cubensis), Echter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)21–990.5 LITER_PER_HECTARE3T
ChicoreeEchter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)13–391 LITER_PER_HECTARE
ZucchiniEchter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea), Echter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)21–891 LITER_PER_HECTARE3T
TomateSamtfleckenkrankheit (Fulvia fulva)21–890.48 LITER_PER_HECTARE3T
frische KräuterRostpilze, Falsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)13–991 LITER_PER_HECTARE14T
ErdbeereEchter Mehltau (Sphaerotheca macularis)55–891 LITER_PER_HECTARE3T
GemüsefenchelPilzliche Blattfleckenerreger13–191 LITER_PER_HECTARE14T
BlumenkohleAlternaria brassicae41–491 LITER_PER_HECTARE10T
KohlrabiFalscher Mehltau (Peronospora parasitica), Pilzliche Blattfleckenerreger, Weißer Rost (Albugo candida)13–991 LITER_PER_HECTARE14T
SchwarzwurzelPilzliche Blattfleckenerreger13–991 LITER_PER_HECTARE10T
ZierpflanzenPilzliche Blattfleckenerreger13–991 LITER_PER_HECTARE
GurkeEchter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea), Echter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)21–891 LITER_PER_HECTARE3T
SchalotteMehlkrankheit (Sclerotium cepivorum)13–191 LITER_PER_HECTARE14T
RapsSclerotinia sclerotiorum61–691 LITER_PER_HECTARE
BlattkohleMycosphaerella brassicicola41–491 LITER_PER_HECTARE14T
Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)Mycosphaerella brassicicola41–491 LITER_PER_HECTARE14T
AckerbohneFalscher Mehltau (Peronospora viciae)1 LITER_PER_HECTARE35T
ZierpflanzenRostpilze13–970.96 LITER_PER_HECTARE
KohlrübePilzliche Blattfleckenerreger13–181 LITER_PER_HECTARE7T
RadieschenPilzliche Blattfleckenerreger13–181 LITER_PER_HECTARE7T
MöhreBlattfleckenkrankheit (Cercospora carotae)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
TomatePhytophthora infestans21–890.48 LITER_PER_HECTARE3T
RettichFalscher Mehltau (Peronospora parasitica)10–991 LITER_PER_HECTARE21T
ZierpflanzenRostpilze0.96 LITER_PER_HECTARE
RadieschenFalscher Mehltau (Peronospora parasitica)10–991 LITER_PER_HECTARE14T
BleichsellerieSellerierost (Puccinia apii)13–191 LITER_PER_HECTARE14T
Speiserüben (Stoppelrübe, Mairübe etc.)Pilzliche Blattfleckenerreger13–181 LITER_PER_HECTARE7T
BuschbohneRostpilze1 LITER_PER_HECTARE7T
KnollensellerieSellerierost (Puccinia apii)13–991 LITER_PER_HECTARE14T
RettichPilzliche Blattfleckenerreger13–181 LITER_PER_HECTARE7T
TabakEchter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)64–991 LITER_PER_HECTARE14T
SchnittlauchRost (Puccinia allii)13–191 LITER_PER_HECTARE
RapsRapsschwärze (Alternaria brassicae)51–691 LITER_PER_HECTARE
KohlrabiFalscher Mehltau (Peronospora parasitica)13–991 LITER_PER_HECTARE14T
Gewürzfenchelpilzliche Doldenerkrankungen51–591 LITER_PER_HECTARE
SchnittmangoldPilzliche Blattfleckenerreger14–391 LITER_PER_HECTARE21T
TomateEchter Mehltau (Leveillula taurica)21–890.48 LITER_PER_HECTARE3T
MöhreEchter Mehltau (Erysiphe heraclei)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
SpeisezwiebelMehlkrankheit (Sclerotium cepivorum)13–191 LITER_PER_HECTARE14T
StielmusPilzliche Blattfleckenerreger13–181 LITER_PER_HECTARE7T
ZwiebelgemüseMehlkrankheit (Sclerotium cepivorum)13–191 LITER_PER_HECTARE7T
SpitzwegerichEchte Mehltaupilze1 LITER_PER_HECTARE7T
RosenkohlAlternaria brassicae41–491 LITER_PER_HECTARE14T
HopfenFalscher Mehltau (Pseudoperonospora humuli)31–890.75 LITER_PER_HECTARE28T
SpargelLaubkrankheit (Stemphylium botryosum)55–891 LITER_PER_HECTARE
Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)Kohlschwärze (Alternaria brassicicola)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
EndivienRhizoctonia solani41–491 LITER_PER_HECTARE14T
ZierpflanzenPilzliche Blattfleckenerreger1 LITER_PER_HECTARE
KohlrübePilzliche Blattfleckenerreger13–991 LITER_PER_HECTARE10T
StielmangoldPilzliche Blattfleckenerreger14–391 LITER_PER_HECTARE21T
Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)Alternaria brassicae41–491 LITER_PER_HECTARE14T
RosenkohlKohlschwärze (Alternaria brassicicola)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
FeldsalatFalscher Mehltau (Peronospora valerianellae)13–391 LITER_PER_HECTARE14T
BlumenkohleMycosphaerella brassicicola41–491 LITER_PER_HECTARE10T
TopinamburRost (Puccinia helianthi)13–991 LITER_PER_HECTARE42T
RettichFalscher Mehltau (Peronospora parasitica)10–991 LITER_PER_HECTARE14T
ZierpflanzenRhizoctonia spp.13–893 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung mit COMPO Universal Pilz-frei Duaxo?

Die Anwendung sollte idealerweise vorbeugend (protektiv) bei erster Infektionsgefahr oder unmittelbar nach dem Sichtbarwerden erster Symptome erfolgen. Da der Wirkstoff die Sporenkeimung hemmt, ist der Schutz am effektivsten, bevor sich der Schaderreger im Gewebe der Kultur etabliert hat.

Wie beeinflusst die Witterung die Regenfestigkeit des Mittels nach der Applikation?

Dank der schnellen translaminaren Aufnahme in das Blattgewebe ist das Produkt bereits kurze Zeit nach dem Antrocknen des Spritzbelags (in der Regel nach 1 bis 2 Stunden) hervorragend regenfest. Spätere Niederschläge beeinträchtigen die fungizide Wirkung somit kaum.

Warum ist der Wechsel der Wirkstoffklasse bei aufeinanderfolgenden Behandlungen so wichtig?

Azoxystrobin greift an einer spezifischen Stelle im Atmungszyklus des Pilzes an (Single-Site-Inhibitor). Bei wiederholter Solo-Anwendung können Schaderreger schnell Resistenzen entwickeln. Ein Wechsel zu Fungiziden mit anderen FRAC-Klassifizierungen unterbricht diesen Selektionsdruck nachhaltig.

Kann das Produkt auch in Gewächshäusern oder unter Glas eingesetzt werden?

Ja, je nach spezifischer Zulassung für die jeweilige Kultur ist eine Anwendung sowohl im Freiland als auch unter Glas (Gewächshaus) möglich. Hierbei sind die spezifischen Anwendungsbestimmungen und Wartezeiten der BVL-Zulassung für den geschützten Anbau zu beachten.

Was muss bezüglich der Wartezeit (PHI) vor der Ernte beachtet werden?

Die Wartezeit variiert je nach Kultur erheblich und liegt zwischen 3 und 35 Tagen. Es ist zwingend erforderlich, die für die spezifisch behandelte Kultur festgesetzte Wartezeit exakt einzuhalten, um Rückstände über den gesetzlichen Grenzwerten im Erntegut zu vermeiden.

Wie wirkt sich der physiologische 'Greening-Effekt' auf die Kulturen aus?

Neben der Krankheitsbekämpfung beeinflusst Azoxystrobin den Hormonhaushalt der Kultur positiv. Es verzögert den Abbau von Chlorophyll, verbessert die Stickstoffassimilation und mindert den Transpirationsverlust, was insbesondere in Trockenperioden zu einer besseren Vitalität führt.