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Sonstige · Syngenta Agro GmbH

Gemüse-Pilzfrei Saprol

BVL Zul.-Nr. 034560-66

Gemüse-Pilzfrei Saprol von Syngenta ist ein hochwirksames, breit wirksames Fungizid, das speziell für den Schutz einer Vielzahl von Gemüse- und Sonderkulturen im Freiland und unter Glas entwickelt wurde. Als flüssiges Suspensionskonzentrat (SC) formuliert, lässt es sich leicht dosieren und gleichmäßig in der Spritzbrühe verteilen. Es hat sich im professionellen Anbau als verlässlicher Baustein etabliert, um Kulturen vor ertragsmindernden Pilzkrankheiten zu schützen.

Das Wirkungsspektrum dieses Pflanzenschutzmittels ist bemerkenswert breit. Es erfasst sowohl Echte als auch Falsche Mehltaupilze, Rostpilze, Sclerotinia-Arten sowie wichtige Blattflecken- und Fäulniserreger wie Alternaria, Botrytis und Phytophthora. Durch diese Vielseitigkeit eignet sich das Produkt hervorragend für Betriebe mit diversifiziertem Anbau, da es in zahlreichen Kulturen wie Kartoffeln, Tomaten, Gurken und Hülsenfrüchten flexibel eingesetzt werden kann.

Neben der direkten fungiziden Wirkung zeichnet sich der enthaltene Wirkstoff durch positive physiologische Effekte auf die Kulturen aus (Greening-Effekt). Dies führt häufig zu einer verbesserten Stresstoleranz der Kulturen gegenüber Trockenheit oder Hitze und unterstützt die Ertragsbildung sowie die Qualität des Ernteguts.

Wirkstoffe

Azoxystrobin
250 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Azoxystrobin gehört zur chemischen Klasse der Strobilurine und ist in die FRAC-Gruppe 11 (QoI-Fungizide) eingestuft. Die biochemische Wirkung beruht auf der gezielten Hemmung der mitochondrialen Atmung in den Zellen der Schaderreger. Azoxystrobin blockiert den Elektronentransport in der Atmungskette am Cytochrom-bc1-Komplex (Qo-Sitz). Dadurch bricht die Energieversorgung (ATP-Synthese) des Pilzes zusammen, was zum schnellen Absterben der Sporen und des Myzels führt. Azoxystrobin wirkt primär protektiv (vorbeugend) sowie kurativ mit translaminarer und systemischer Aktivität. Nach der Anwendung dringt der Wirkstoff in das Blattgewebe ein und verteilt sich akropetal (mit dem Saftstrom nach oben) in der Kultur. Dies gewährleistet, dass auch der Neuzuwachs und die Blattunterseiten geschützt sind. Die beste Wirkung wird erzielt, wenn die Behandlung vorbeugend vor dem eigentlichen Infektionsgeschehen erfolgt, da so das Auskeimen der Pilzsporen effektiv verhindert wird.

Resistenzmanagement

Da Azoxystrobin als QoI-Fungizid (FRAC-Gruppe 11) ein hohes inhärentes Risiko für die Resistenzbildung aufweist, ist ein konsequentes Antiresistenzmanagement unerlässlich. Du solltest die maximale Anzahl der Anwendungen pro Saison und Kultur strikt begrenzen und Gemüse-Pilzfrei Saprol im Wechsel mit Fungiziden aus anderen Wirkstoffklassen einsetzen. Vermeide Solo-Anwendungen bei hohem Befallsdruck und nutze stattdessen Mischungen mit Partnern, die einen anderen Wirkungsmechanismus besitzen, um die Selektion resistenter Pilzstämme zu verhindern.

Mischbarkeit & Tankmischung

Gemüse-Pilzfrei Saprol zeigt sich im Allgemeinen gut verträglich mit gängigen Insektiziden, Herbiziden und Blattdüngern. Bei der Erstellung von Tankmischungen solltest du jedoch stets die Gebrauchsanleitungen der Mischpartner beachten und vorab eine physikalische Mischprobe in einem kleinen Gefäß durchführen. Verwende ausreichend Wasser, um eine lückenlose Benetzung der Kulturen sicherzustellen, und vermeide Mischungen mit stark alkalischen Produkten oder speziellen Additiven, die die Wachsschicht der Blätter übermäßig aufweichen könnten, um Phytotoxizität zu verhindern.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit diesem Pflanzenschutzmittel ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, bei der Ansetzung der Spritzbrühe und der Ausbringung obligatorisch. Zum Schutz von Gewässern und Nichtzielorganismen sind Abdriften auf angrenzende Flächen unbedingt zu vermeiden; nutze abdriftmindernde Düsentechnik. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse im Datenblatt hinterlegt ist, gilt die allgemeine Vorsichtsmaßnahme: Behandle blühende Kulturen oder Bereiche, in denen Bienen aktiv auf Trachtsuche sind, vorzugsweise in den späten Abendstunden nach dem täglichen Bienenflug, um jegliches Risiko zu minimieren.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
frische KräuterRostpilze, Falsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)13–991 LITER_PER_HECTARE14T
BleichsellerieBlattfleckenkrankheit (Septoria apiicola), Sellerierost (Puccinia apii)13–991 LITER_PER_HECTARE14T
Gemüsepaprika (inkl. Peperoni und Chili)Samtfleckenkrankheit (Cladosporium capsici), Phytophthora capsici21–990.5 LITER_PER_HECTARE3T
WassermeloneEchter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea), Falscher Mehltau (Pseudoperonospora cubensis), Echter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)21–990.5 LITER_PER_HECTARE3T
SpargelLaubkrankheit (Stemphylium botryosum)55–89100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER
SalateRhizoctonia solani41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
GurkeEchter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea), Echter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)21–8948 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER3T
TomateSamtfleckenkrankheit (Fulvia fulva)21–8948 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER3T
TomatePhytophthora infestans21–8948 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER3T
BlumenkohleMycosphaerella brassicicola41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER10T
ZierpflanzenRostpilze13–9796 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER
BlumenkohleKohlschwärze (Alternaria brassicicola)41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER10T
BlumenkohleAlternaria brassicae41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER10T
BlumenkohleWeißer Rost (Albugo candida)41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER10T
ZucchiniEchter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea), Echter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)51–89100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER3T
GurkeEchter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea), Echter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)51–89100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER3T
Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)Kohlschwärze (Alternaria brassicicola)41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)Alternaria brassicae41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)Weißer Rost (Albugo candida)41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
BlattkohleMycosphaerella brassicicola41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
BlattkohleKohlschwärze (Alternaria brassicicola)41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
BlattkohleAlternaria brassicae41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
SpargelSpargelrost (Puccinia asparagi)55–89100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER
ZierpflanzenRostpilze13–9796 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER
MöhreBlattfleckenkrankheit (Cercospora carotae)41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
EndivienFalscher Mehltau (Bremia lactucae)41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
SalateFalscher Mehltau (Bremia lactucae)41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
RosenkohlMycosphaerella brassicicola41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
RosenkohlKohlschwärze (Alternaria brassicicola)41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
RosenkohlAlternaria brassicae41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
TomateEchter Mehltau (Leveillula taurica)21–8948 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER3T
MöhreEchter Mehltau (Erysiphe heraclei)41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
MöhreMöhrenschwärze (Alternaria dauci)41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
EndivienRhizoctonia solani41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
RosenkohlWeißer Rost (Albugo candida)41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
KartoffelDürrfleckenkrankheit (Alternaria solani)31–9150 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER7T
BlattkohleWeißer Rost (Albugo candida)41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)Mycosphaerella brassicicola41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
MeloneEchter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea), Falscher Mehltau (Pseudoperonospora cubensis), Echter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)21–990.5 LITER_PER_HECTARE3T
Dicke BohneBrennfleckenkrankheit (Ascochyta fabae), Sclerotinia sclerotiorum1 LITER_PER_HECTARE14T
KartoffelRhizoctonia solani, Colletotrichum coccodes2 LITER_PER_HECTARE
KohlrabiFalscher Mehltau (Peronospora parasitica), Pilzliche Blattfleckenerreger, Weißer Rost (Albugo candida)13–991 LITER_PER_HECTARE14T
ZierpflanzenPilzliche Blattfleckenerreger13–991 LITER_PER_HECTARE
RettichPilzliche Blattfleckenerreger13–181 LITER_PER_HECTARE7T
ZierpflanzenRostpilze0.96 LITER_PER_HECTARE
AckerbohneFalscher Mehltau (Peronospora viciae)1 LITER_PER_HECTARE35T
TomateSamtfleckenkrankheit (Fulvia fulva)21–890.48 LITER_PER_HECTARE3T
frische KräuterRostpilze, Falsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)13–391 LITER_PER_HECTARE14T
ErbseBrennfleckenkrankheit (Phoma medicaginis var. pinodella), Sclerotinia sclerotiorum1 LITER_PER_HECTARE14T
EndivienRhizoctonia solani41–491 LITER_PER_HECTARE14T
PhaceliaBotrytis-Arten (Botrytis spp.)13–391 LITER_PER_HECTARE
TomatePhytophthora infestans21–890.48 LITER_PER_HECTARE3T
ZwiebelgemüseMehlkrankheit (Sclerotium cepivorum)13–191 LITER_PER_HECTARE7T
TabakEchter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)64–991 LITER_PER_HECTARE14T
Gemeine RingelblumeEchte Mehltaupilze51–551 LITER_PER_HECTARE7T
Salat-ArtenPilzliche Blattfleckenerreger13–181 LITER_PER_HECTARE7T
Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)Alternaria brassicae41–491 LITER_PER_HECTARE14T
Minze-ArtenPfefferminzen-Rost (Puccinia menthae)1 LITER_PER_HECTARE7T
RosenkohlAlternaria brassicae41–491 LITER_PER_HECTARE14T
ChicoreeEchter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)13–391 LITER_PER_HECTARE
MöhreMöhrenschwärze (Alternaria dauci)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
RettichFalscher Mehltau (Peronospora parasitica)10–991 LITER_PER_HECTARE21T
ZucchiniEchter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea), Echter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)21–891 LITER_PER_HECTARE3T
ErbsePilzliche Blattfleckenerreger13–181 LITER_PER_HECTARE7T
SalateFalscher Mehltau (Bremia lactucae)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
StielmangoldPilzliche Blattfleckenerreger14–391 LITER_PER_HECTARE21T
ErdbeereEchter Mehltau (Sphaerotheca macularis)55–891 LITER_PER_HECTARE3T
MeerrettichFalscher Mehltau (Peronospora parasitica)13–991 LITER_PER_HECTARE10T
GurkeEchter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea), Echter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)21–890.48 LITER_PER_HECTARE3T
Echte KamilleEchte Mehltaupilze51–551 LITER_PER_HECTARE7T
SpeisezwiebelMehlkrankheit (Sclerotium cepivorum)13–191 LITER_PER_HECTARE14T
RosenkohlWeißer Rost (Albugo candida)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
Gewürzfenchelpilzliche Doldenerkrankungen51–591 LITER_PER_HECTARE
BleichsellerieSellerierost (Puccinia apii)13–191 LITER_PER_HECTARE14T
BlattkohleKohlschwärze (Alternaria brassicicola)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
SpargelSpargelrost (Puccinia asparagi)55–891 LITER_PER_HECTARE
Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)Kohlschwärze (Alternaria brassicicola)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
SalateRhizoctonia solani41–491 LITER_PER_HECTARE14T
SchwarzwurzelPilzliche Blattfleckenerreger13–991 LITER_PER_HECTARE10T
Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)Mycosphaerella brassicicola41–491 LITER_PER_HECTARE14T
MöhreBlattfleckenkrankheit (Cercospora carotae)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
TabakBlauschimmel (Peronospora tabacina)13–991 LITER_PER_HECTARE14T
KnoblauchBlattfleckenkrankheit (Cladosporium allii), Mehlkrankheit (Sclerotium cepivorum)13–191 LITER_PER_HECTARE14T
FuttererbseBrennfleckenkrankheit (Ascochyta pisi)51–751 LITER_PER_HECTARE35T
KohlrübePilzliche Blattfleckenerreger13–181 LITER_PER_HECTARE7T
HopfenFalscher Mehltau (Pseudoperonospora humuli)31–890.75 LITER_PER_HECTARE28T
WurzelzichorieRost (Puccinia cichorii)13–991 LITER_PER_HECTARE14T
Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)Weißer Rost (Albugo candida)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
RapsSclerotinia sclerotiorum61–691 LITER_PER_HECTARE
Speiserüben (Stoppelrübe, Mairübe etc.)Pilzliche Blattfleckenerreger13–181 LITER_PER_HECTARE7T
SchalotteMehlkrankheit (Sclerotium cepivorum)13–191 LITER_PER_HECTARE14T
BlattkohleAlternaria brassicae41–491 LITER_PER_HECTARE14T
KohlrübePilzliche Blattfleckenerreger13–991 LITER_PER_HECTARE10T
KartoffelDürrfleckenkrankheit (Alternaria solani)31–890.5 LITER_PER_HECTARE7T
GemüsefenchelPilzliche Blattfleckenerreger13–191 LITER_PER_HECTARE14T
RadieschenFalscher Mehltau (Peronospora parasitica)10–991 LITER_PER_HECTARE14T
SpitzwegerichEchte Mehltaupilze1 LITER_PER_HECTARE7T
RettichFalscher Mehltau (Peronospora parasitica)10–991 LITER_PER_HECTARE14T
TopinamburRost (Puccinia helianthi)13–991 LITER_PER_HECTARE42T
SchnittlauchRost (Puccinia allii)13–191 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die erste Behandlung mit Gemüse-Pilzfrei Saprol?

Der beste Zeitpunkt ist immer vorbeugend (protektiv), bevor die ersten sichtbaren Symptome des Schaderregers auf den Blättern auftreten. Achte auf die Warndienstaufrufe deiner Region oder behandle bei feucht-warmer Witterung, die Infektionen durch Falsche Mehltaupilze oder Alternaria begünstigt.

Wie nutzt du den systemischen Effekt des Mittels bei starkem Neuzuwachs am besten aus?

Da der Wirkstoff systemisch nach oben (akropetal) transportiert wird, schützt er neu wachsende Blätter gut. Bei extrem schnellem Kulturwachstum solltest du jedoch die Spritzabstände verkürzen, um sicherzustellen, dass die Wirkstoffkonzentration in den neuen Pflanzenteilen hoch genug bleibt, um anfliegende Sporen abzuwehren.

Kannst du Gemüse-Pilzfrei Saprol auch bei kühlen Temperaturen im zeitigen Frühjahr einsetzen?

Ja, die Wirkung von Azoxystrobin ist weitgehend temperaturunabhängig. Das Mittel kann bereits ab kühlen Temperaturen (ca. 8–10 °C) eingesetzt werden, solange die Kultur aktiv wächst und den Wirkstoff aufnehmen kann. Vermeide jedoch Anwendungen bei Frostgefahr oder extremer Hitze über 25 °C.

Was musst du beachten, wenn du das Produkt in Gewächshäusern oder unter Glas anwendest?

Unter Glas ist die Luftfeuchtigkeit oft höher, was den Infektionsdruck erhöht. Achte auf eine schnelle Abtrocknung der Spritzbrühe durch ausreichende Lüftung nach der Applikation. Zudem solltest du die UV-Strahlung im Auge behalten; bei extrem starker Sonneneinstrahlung empfiehlt sich die Behandlung in den Abendstunden, um Verbrennungen an den Blättern zu vermeiden.

Wie verhältst du dich, wenn kurz nach der Anwendung Regen einsetzt?

Gemüse-Pilzfrei Saprol ist nach dem Antrocknen des Spritzbelags – in der Regel nach etwa 1 bis 2 Stunden – hervorragend regenfest. Setzt der Regen erst danach ein, ist keine erneute Behandlung erforderlich, da der Wirkstoff bereits ausreichend in die Wachsschicht eingedrungen ist.

Wie finde ich heraus, ob dieses Produkt für eine ganz bestimmte meiner Kulturen zugelassen ist?

Nutze dafür einfach die Filterfunktion in unserem Agronomy-Hub. Du kannst dort gezielt nach deiner Kultur (z. B. Tomate oder Kartoffel) filtern und siehst sofort alle aktuell registrierten Anwendungen, Aufwandmengen und die dazugehörigen Wartezeiten für Gemüse-Pilzfrei Saprol.