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OTHER · Syngenta Agro GmbH

Zaftra AZT 250 SC

BVL Zul.-Nr. 034560-78

Zaftra AZT 250 SC von Syngenta Agro GmbH ist ein hochwirksames, breit wirksames Fungizid zur Bekämpfung einer Vielzahl von wirtschaftlich bedeutenden Pilzkrankheiten in einer Vielzahl von landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Kulturen. Als Suspensionskonzentrat (SC) formuliert, lässt sich das Pflanzenschutzmittel leicht dosieren und zeichnet sich durch eine hervorragende Pflanzenverträglichkeit sowie eine gleichmäßige Verteilung auf der Blattoberfläche aus.

Der Wirkstoff Azoxystrobin gehört zur Klasse der Strobilurine und bietet sowohl protektive als auch kurative und systemische Eigenschaften. Das Wirkungsspektrum umfasst wichtige Schaderreger wie Echte und Falsche Mehltaupilze, Rostpilze, Kohlschwärze (Alternaria), Mycosphaerella-Arten sowie Botrytis. Durch die systemische Verteilung in der Kultur schützt das Mittel auch den Neuzuwachs zuverlässig vor einer Infektion.

Dank seiner flexiblen Zulassung in zahlreichen Kulturen – von Raps und Gemüse bis hin zu Sonderkulturen wie Hopfen und Spargel – stellt Zaftra AZT 250 SC einen unverzichtbaren Baustein im modernen, integrierten Pflanzenschutz dar. Es sichert Ertrag und Qualität auch unter hohem Infektionsdruck.

Wirkstoffe

Azoxystrobin
250 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in Zaftra AZT 250 SC enthaltene Wirkstoff Azoxystrobin greift gezielt in den Energiestoffwechsel der Schadpilze ein. Er blockiert den Elektronentransport in den Mitochondrien am Komplex III (Qo-Schnittstelle), was zu einem raschen Erliegen der ATP-Synthese führt. Ohne diese lebensnotwendige Energiequelle können Sporen nicht keimen und das Myzelwachstum wird effektiv gestoppt. Gemäß der Klassifizierung des Fungicide Resistance Action Committee (FRAC) ist Azoxystrobin in die Gruppe 11 (QoI-Fungizide) eingestuft. Neben der direkten fungiziden Wirkung induziert der Wirkstoff oft physiologische Effekte in der Kultur, wie eine verzögerte Alterung (Greening-Effekt), was die Stresstoleranz der Kulturen gegenüber Trockenheit und Hitze verbessern kann.

Resistenzmanagement

Da QoI-Fungizide (FRAC-Gruppe 11) ein hohes Risiko für die Entwicklung von Resistenzen aufweisen, ist ein konsequentes Antiresistenzmanagement zwingend erforderlich. Zaftra AZT 250 SC sollte stets im Wechsel mit Fungiziden aus anderen Wirkstoffklassen eingesetzt werden. Die maximale Anzahl der Anwendungen pro Saison darf nicht überschritten werden, und vorbeugende Behandlungen sind dem kurativen Einsatz vorzuziehen, um den Selektionsdruck auf die Schaderreger so gering wie möglich zu halten.

Mischbarkeit & Tankmischung

Zaftra AZT 250 SC ist im Allgemeinen gut mit gängigen Insektiziden, Herbiziden und Blattdüngern mischbar. Bei Tankmischungen ist darauf zu achten, dass die Mischungspartner nacheinander im Tank vollständig gelöst werden, wobei das SC-Fungizid meist als einer der ersten Partner hinzugegeben wird. Die Verwendung von ausreichend Wasser (mindestens 200–400 l/ha je nach Kultur) sichert eine lückenlose Benetzung. Auf den Zusatz von stark ölhaltigen Additiven sollte bei extremen Temperaturen oder empfindlichen Kulturen verzichtet werden, um phytotoxische Reaktionen zu vermeiden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel ist die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug und Schutzhandschuhen, zu tragen. Da Azoxystrobin als gewässergefährdend eingestuft ist, müssen die gesetzlichen Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern (Abdriftminderungsklassen) strikt eingehalten werden. Das Produkt ist bei sachgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, dennoch sollte ein direkter Kontakt mit blühenden Unkräutern oder fliegenden Bienen vermieden werden, um jegliche Risiken für Nichtzielorganismen zu minimieren.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WassermeloneEchter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea), Falscher Mehltau (Pseudoperonospora cubensis), Echter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)21–990.5 LITER_PER_HECTARE3T
Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)Mycosphaerella brassicicola41–491 LITER_PER_HECTARE14T
ZierpflanzenRostpilze13–970.96 LITER_PER_HECTARE
StielmangoldPilzliche Blattfleckenerreger14–391 LITER_PER_HECTARE21T
SpeisezwiebelMehlkrankheit (Sclerotium cepivorum)13–191 LITER_PER_HECTARE14T
RosenkohlMycosphaerella brassicicola41–491 LITER_PER_HECTARE14T
RadieschenPilzliche Blattfleckenerreger13–181 LITER_PER_HECTARE7T
BlattkohleWeißer Rost (Albugo candida)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
BlattkohleKohlschwärze (Alternaria brassicicola)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
BlumenkohleWeißer Rost (Albugo candida)41–491 LITER_PER_HECTARE10T
RettichFalscher Mehltau (Peronospora parasitica)10–991 LITER_PER_HECTARE21T
Salat-ArtenPilzliche Blattfleckenerreger13–181 LITER_PER_HECTARE7T
Echte KamilleEchte Mehltaupilze51–551 LITER_PER_HECTARE7T
SpargelSpargelrost (Puccinia asparagi)55–891 LITER_PER_HECTARE
BlumenkohleAlternaria brassicae41–491 LITER_PER_HECTARE10T
GemüsefenchelPilzliche Blattfleckenerreger13–191 LITER_PER_HECTARE14T
BuschbohneRostpilze1 LITER_PER_HECTARE7T
RosenkohlWeißer Rost (Albugo candida)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
SalateFalscher Mehltau (Bremia lactucae)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
RettichPilzliche Blattfleckenerreger13–181 LITER_PER_HECTARE7T
RapsRapsschwärze (Alternaria brassicae)51–691 LITER_PER_HECTARE
EndivienRhizoctonia solani41–491 LITER_PER_HECTARE14T
HopfenFalscher Mehltau (Pseudoperonospora humuli)31–890.75 LITER_PER_HECTARE28T
frische KräuterRostpilze, Falsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)13–391 LITER_PER_HECTARE14T
frische KräuterRostpilze, Falsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)13–991 LITER_PER_HECTARE14T
ChicoreeEchter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)13–391 LITER_PER_HECTARE
KohlrübePilzliche Blattfleckenerreger13–991 LITER_PER_HECTARE10T
PhaceliaBotrytis-Arten (Botrytis spp.)13–391 LITER_PER_HECTARE
ArtischockePilzliche Blattfleckenerreger0.75 LITER_PER_HECTARE7T
GurkeEchter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea), Echter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)21–890.48 LITER_PER_HECTARE3T
BlattkohleAlternaria brassicae41–491 LITER_PER_HECTARE14T
MöhreBlattfleckenkrankheit (Cercospora carotae)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
RadieschenFalscher Mehltau (Peronospora parasitica)10–991 LITER_PER_HECTARE14T
RosenkohlAlternaria brassicae41–491 LITER_PER_HECTARE14T
TomateEchter Mehltau (Leveillula taurica)21–890.48 LITER_PER_HECTARE3T
KartoffelDürrfleckenkrankheit (Alternaria solani)31–890.5 LITER_PER_HECTARE7T
ErdbeereEchter Mehltau (Sphaerotheca macularis)55–891 LITER_PER_HECTARE3T
SchnittlauchRost (Puccinia allii)13–191 LITER_PER_HECTARE
KnollensellerieSellerierost (Puccinia apii)13–991 LITER_PER_HECTARE14T
ErbseBrennfleckenkrankheit (Phoma medicaginis var. pinodella), Sclerotinia sclerotiorum1 LITER_PER_HECTARE14T
Speiserüben (Stoppelrübe, Mairübe etc.)Pilzliche Blattfleckenerreger13–181 LITER_PER_HECTARE7T
GurkeEchter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea), Echter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)21–891 LITER_PER_HECTARE3T
StielmusPilzliche Blattfleckenerreger13–181 LITER_PER_HECTARE7T
RosenkohlKohlschwärze (Alternaria brassicicola)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)Alternaria brassicae41–491 LITER_PER_HECTARE14T
Dicke BohneBrennfleckenkrankheit (Ascochyta fabae), Sclerotinia sclerotiorum1 LITER_PER_HECTARE14T
MöhreEchter Mehltau (Erysiphe heraclei)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
ErbsePilzliche Blattfleckenerreger13–181 LITER_PER_HECTARE7T
TabakEchter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)64–991 LITER_PER_HECTARE14T
RettichFalscher Mehltau (Peronospora parasitica)10–991 LITER_PER_HECTARE14T
MeerrettichFalscher Mehltau (Peronospora parasitica)13–991 LITER_PER_HECTARE10T
SchwarzwurzelPilzliche Blattfleckenerreger13–991 LITER_PER_HECTARE10T
AckerbohneFalscher Mehltau (Peronospora viciae)1 LITER_PER_HECTARE35T
EndivienFalscher Mehltau (Bremia lactucae)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
BlattkohleMycosphaerella brassicicola41–491 LITER_PER_HECTARE14T
ZucchiniEchter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea), Echter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)21–891 LITER_PER_HECTARE3T
MöhreMöhrenschwärze (Alternaria dauci)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
KohlrabiFalscher Mehltau (Peronospora parasitica), Pilzliche Blattfleckenerreger, Weißer Rost (Albugo candida)13–991 LITER_PER_HECTARE14T
ZierpflanzenPilzliche Blattfleckenerreger13–991 LITER_PER_HECTARE
RapsSclerotinia sclerotiorum61–691 LITER_PER_HECTARE
Gemüsepaprika (inkl. Peperoni und Chili)Samtfleckenkrankheit (Cladosporium capsici), Phytophthora capsici21–990.5 LITER_PER_HECTARE3T
Gemeine RingelblumeEchte Mehltaupilze51–551 LITER_PER_HECTARE7T
KnoblauchBlattfleckenkrankheit (Cladosporium allii), Mehlkrankheit (Sclerotium cepivorum)13–191 LITER_PER_HECTARE14T
TopinamburRost (Puccinia helianthi)13–991 LITER_PER_HECTARE42T
Minze-ArtenPfefferminzen-Rost (Puccinia menthae)1 LITER_PER_HECTARE7T
SpitzwegerichEchte Mehltaupilze1 LITER_PER_HECTARE7T
FeldsalatFalscher Mehltau (Peronospora valerianellae)13–391 LITER_PER_HECTARE14T
KohlgemüsePilzliche Blattfleckenerreger13–181 LITER_PER_HECTARE7T
SpargelLaubkrankheit (Stemphylium botryosum)55–891 LITER_PER_HECTARE
ErdbeereEchter Mehltau (Sphaerotheca macularis)55–891 LITER_PER_HECTARE3T
KohlrübePilzliche Blattfleckenerreger13–181 LITER_PER_HECTARE7T
JohanniskrautJohanniskrautwelke (Colletotrichum gloeosporioides)12–391 LITER_PER_HECTARE35T
Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)Kohlschwärze (Alternaria brassicicola)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
FuttererbseBrennfleckenkrankheit (Ascochyta pisi)51–751 LITER_PER_HECTARE35T
BlumenkohleKohlschwärze (Alternaria brassicicola)41–491 LITER_PER_HECTARE10T
ZierpflanzenRostpilze0.96 LITER_PER_HECTARE
ZwiebelgemüseMehlkrankheit (Sclerotium cepivorum)13–191 LITER_PER_HECTARE7T
BleichsellerieBlattfleckenkrankheit (Septoria apiicola), Sellerierost (Puccinia apii)13–991 LITER_PER_HECTARE14T
ZierpflanzenPilzliche Blattfleckenerreger1 LITER_PER_HECTARE
TomateSamtfleckenkrankheit (Fulvia fulva)21–890.48 LITER_PER_HECTARE3T
KohlrabiFalscher Mehltau (Peronospora parasitica)13–991 LITER_PER_HECTARE14T
TabakBlauschimmel (Peronospora tabacina)13–991 LITER_PER_HECTARE14T
KnollensellerieSellerierost (Puccinia apii)13–991 LITER_PER_HECTARE14T
KartoffelRhizoctonia solani, Colletotrichum coccodes2 LITER_PER_HECTARE
SchalotteMehlkrankheit (Sclerotium cepivorum)13–191 LITER_PER_HECTARE14T
BleichsellerieSellerierost (Puccinia apii)13–191 LITER_PER_HECTARE14T
TomatePhytophthora infestans21–890.48 LITER_PER_HECTARE3T
MeloneEchter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea), Falscher Mehltau (Pseudoperonospora cubensis), Echter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)21–990.5 LITER_PER_HECTARE3T
Gewürzfenchelpilzliche Doldenerkrankungen51–591 LITER_PER_HECTARE
Rucola-ArtenPilzliche Blattfleckenerreger, Rostpilze, Falsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)13–391 LITER_PER_HECTARE14T
BlumenkohleMycosphaerella brassicicola41–491 LITER_PER_HECTARE10T
SalateRhizoctonia solani41–491 LITER_PER_HECTARE14T
WurzelzichorieRost (Puccinia cichorii)13–991 LITER_PER_HECTARE14T
Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)Weißer Rost (Albugo candida)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
KümmelEchte Mehltaupilze, pilzliche Doldenerkrankungen51–591 LITER_PER_HECTARE
SchnittmangoldPilzliche Blattfleckenerreger14–391 LITER_PER_HECTARE21T
RadieschenFalscher Mehltau (Peronospora parasitica)10–991 LITER_PER_HECTARE21T
ZierpflanzenRhizoctonia spp.13–893 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung mit Zaftra AZT 250 SC?

Der beste Anwendungszeitpunkt liegt im vorbeugenden (protektiven) Bereich, idealerweise kurz vor oder bei den ersten sichtbaren Anzeichen einer Infektion. Da der Wirkstoff die Sporenkeimung hemmt, erzielt eine präventive Spritzung bei infektionsfördernder Witterung den höchsten Wirkungsgrad und verhindert die Etablierung des Schaderregers im Bestand.

Wie wirkt sich der sogenannte „Greening-Effekt“ von Azoxystrobin auf die Kultur aus?

Neben der Pilzbekämpfung beeinflusst Azoxystrobin den Hormonhaushalt der Kultur positiv. Es reduziert die Ethylenbildung, was den Alterungsprozess der Blätter verzögert. Die Kultur bleibt länger grün und photosynthetisch aktiv, was insbesondere unter Trockenstress zu einer besseren Ertrags- und Qualitätsabsicherung beitragen kann.

Kann Zaftra AZT 250 SC bei Regen oder hoher Luftfeuchtigkeit angewendet werden?

Nach dem Antrocknen des Spritzbelags (in der Regel nach 1 bis 2 Stunden) ist der Wirkstoff hervorragend regenfest. Eine Anwendung direkt vor absehbaren Starkregenfällen sollte jedoch vermieden werden, um Abschwemmungen zu verhindern. Hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt die Wirkstoffaufnahme in das Blattgewebe, solange die Blätter nicht tropfnass sind.

Was muss beim Einsatz in Sonderkulturen wie Spargel oder Hopfen beachtet werden?

In Sonderkulturen gelten oft spezifische BBCH-Stadien und Wartezeiten, die exakt auf die Erntefenster abgestimmt sind. Im Spargel erfolgt die Anwendung meist nach dem Stechende im Spargellaub zur Bekämpfung von Spargelrost und Laubkrankheiten, um die Reservestoffeinlagerung für das Folgejahr zu sichern. Im Hopfen steht die Bekämpfung des Falschen Mehltaus im Fokus.

Warum ist der Wirkstoffwechsel bei diesem Produkt so wichtig?

Azoxystrobin besitzt als Solo-Strobilurin einen spezifischen Ein-Ort-Wirkungsmechanismus (Single-Site). Pilze können durch Punktmutationen schnell Resistenzen gegen diese Wirkstoffgruppe entwickeln. Ein strikter Wechsel mit Multisite-Fungiziden oder Wirkstoffen mit anderen Zielorten (z. B. Triazolen) verhindert, dass resistente Pilzstämme die Oberhand gewinnen.