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Sonstige · Nufarm Deutschland GmbH

Fusilade MAX

BVL Zul.-Nr. 024847-00

Fusilade MAX ist ein hochselektives, systemisches Herbizid zur gezielten Bekämpfung von einkeimblättrigen Unkräutern (Schadgräsern) und Ausfallgetreide in einer Vielzahl von zweikeimblättrigen Kulturen sowie im Forst- und Zierpflanzenbereich. Dank der modernen Formulierungstechnologie dringt der Wirkstoff schnell in die Blätter der Schadgräser ein und wird systemisch in der gesamten Pflanze verteilt. Dies macht das Pflanzenschutzmittel zu einem bewährten Baustein im modernen Acker- und Sonderkulturenbau.

Das Wirkungsspektrum erfasst sowohl einjährige einkeimblättrige Unkräuter als auch hartnäckige, ausdauernde Schadgräser wie die Gemeine Quecke. Da die zugelassenen zweikeimblättrigen Kulturen von Natur aus tolerant gegenüber dem Wirkstoff sind, bietet das Produkt eine hervorragende Kulturverträglichkeit und lässt sich flexibel in verschiedenen Entwicklungsstadien der Kulturen einsetzen.

Wirkstoffe

Fluazifop-P
125 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der enthaltene Wirkstoff Fluazifop-P gehört zur chemischen Gruppe der Aryloxyphenoxypropionate (bekannt als "Fops") und ist als ACCase-Hemmer in die HRAC-Gruppe 1 klassifiziert. Der Wirkstoff blockiert das Enzym Acetyl-CoA-Carboxylase, welches eine Schlüsselrolle bei der Biosynthese von Fettsäuren in einkeimblättrigen Pflanzen spielt. Ohne diese Fettsäuren können keine neuen Zellmembranen in den Bildungsgeweben (Meristemen) der Gräser gebildet werden. Nach der Aufnahme über die Blätter wird der Wirkstoff rasch sowohl akropetal als auch basipetal verlagert und reichert sich in den Wachstumszonen der Knoten und Rhizome an. Bereits wenige Tage nach der Behandlung stagniert das Wachstum der betroffenen Schaderreger. Die Herzblätter verfärben sich rötlich bis braun und sterben ab, gefolgt vom vollständigen Absterben der gesamten Gras- oder Getreidepflanze innerhalb von zwei bis drei Wochen.

Resistenzmanagement

Um einer Resistenzbildung bei Schadgräsern (insbesondere bei ohnehin gefährdeten Arten wie Acker-Fuchsschwanz oder Windhalm) wirksam vorzubeugen, solltest du Fusilade MAX stets in ein integriertes Pflanzenschutzkonzept einbinden. Vermeide den wiederholten, ausschließlichen Einsatz von Herbiziden aus der HRAC-Gruppe 1 auf derselben Fläche. Nutze stattdessen weite Fruchtfolgen, mechanische Unkrautbekämpfung und wechsle die Wirkstoffklassen ab, indem du beispielsweise Bodenherbizide mit anderen Wirkungsmechanismen in der Rotation einplanst.

Mischbarkeit & Tankmischung

Das Pflanzenschutzmittel zeichnet sich durch eine gute Mischbarkeit mit vielen gängigen Fungiziden und Insektiziden aus. Bei geplanten Tankmischungen mit Herbiziden gegen zweikeimblättrige Unkräuter kann es jedoch zu antagonistischen Effekten kommen, welche die Gräserwirkung mindern. In solchen Fällen empfiehlt es sich, die Behandlungen im Abstand von einigen Tagen getrennt durchzuführen. Achte stets auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge und vermeide extrem hartes oder sehr kaltes Spritzwasser, um eine optimale Emulsionsbildung zu gewährleisten.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel ist die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, zu tragen. Da für dieses Produkt keine spezifische Bieneneinstufung in den Stammdaten vorliegt, solltest du aus Gründen des vorsorgenden Umweltschutzes Anwendungen auf blühenden Kulturen oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Trachtsuche sind, vermeiden und die Behandlung bevorzugt in den späten Abendstunden durchführen. Um Einträge in Oberflächengewässer und empfindliche Saumbiotope zu verhindern, sind die allgemeinen Abdriftminderungsauflagen und ein sorgsamer Umgang an Gewässerrändern strikt einzuhalten.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
ErdbeereEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide—1 LITER_PER_HECTARE—
ChicoreeEinjährige einkeimblättrige Unkräuter—1 LITER_PER_HECTARE—
BaumschulgehölzpflanzenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Gemeine Quecke—2 LITER_PER_HECTARE—
Rot-SchwingelGemeine Quecke13–292 LITER_PER_HECTARE—
Feuer- bzw. KäferbohneEinjährige einkeimblättrige Unkräuter0–511 LITER_PER_HECTARE28T
BuchweizenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide0–511 LITER_PER_HECTARE—
SteinobstEinjährige einkeimblättrige Unkräuter0–781 LITER_PER_HECTARE28T
SteinobstGemeine Quecke0–782 LITER_PER_HECTARE28T
SpargelEinjährige einkeimblättrige Unkräuter—1 LITER_PER_HECTARE—
KichererbseGemeine Quecke0–512 LITER_PER_HECTARE28T
NadelholzEinkeimblättrige Unkräuter—2 LITER_PER_HECTARE—
NadelholzEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Gemeine Quecke—2 LITER_PER_HECTARE—
Echte KamilleEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–991 LITER_PER_HECTARE42T
SpargelGemeine Quecke—2 LITER_PER_HECTARE—
WurzelpetersilieGemeine Quecke10–992 LITER_PER_HECTARE49T
AckerbohneEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide0–501 LITER_PER_HECTARE—
NadelholzEinkeimblättrige Unkräuter—2 LITER_PER_HECTARE—
MeerrettichEinjährige einkeimblättrige Unkräuter10–991 LITER_PER_HECTARE49T
KernobstGemeine Quecke0–782 LITER_PER_HECTARE28T
Minze-ArtenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–991 LITER_PER_HECTARE42T
Lupine-ArtenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter13–491 LITER_PER_HECTARE—
Lupine-ArtenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter13–491 LITER_PER_HECTARE—
FuttererbseGemeine Quecke0–512 LITER_PER_HECTARE—
KernobstEinjährige einkeimblättrige Unkräuter0–781 LITER_PER_HECTARE28T
Feuer- bzw. KäferbohneGemeine Quecke0–512 LITER_PER_HECTARE28T
FutterrübeGemeine Quecke—2 LITER_PER_HECTARE90T
Minze-ArtenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–991 LITER_PER_HECTARE42T
LaubholzEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Gemeine Quecke—2 LITER_PER_HECTARE—
WinterrapsGemeine Quecke0–502 LITER_PER_HECTARE—
StangenbohneGemeine Quecke0–512 LITER_PER_HECTARE28T
LeinGemeine Quecke0–512 LITER_PER_HECTARE90T
WinterrapsGemeine Quecke0–502 LITER_PER_HECTARE—
MohnGemeine Quecke0–512 LITER_PER_HECTARE—
Lupine-ArtenGemeine Quecke13–492 LITER_PER_HECTARE—
LeindotterEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide0–511 LITER_PER_HECTARE—
SchalenobstEinjährige einkeimblättrige Unkräuter0–811 LITER_PER_HECTARE—
Beten (Rote, Gelbe, Weiße Bete)Gemeine Quecke—2 LITER_PER_HECTARE90T
HülsengemüseGemeine Quecke0–512 LITER_PER_HECTARE—
NadelholzEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Gemeine Quecke—2 LITER_PER_HECTARE—
SchwarzwurzelEinjährige einkeimblättrige Unkräuter10–991 LITER_PER_HECTARE49T
OelrettichEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide0–501 LITER_PER_HECTARE—
Johannisbeerartiges BeerenobstEinjährige einkeimblättrige Unkräuter—1 LITER_PER_HECTARE—
Rot-SchwingelEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide13–291 LITER_PER_HECTARE—
Dicke BohneGemeine Quecke0–512 LITER_PER_HECTARE28T
SpargelEinjährige einkeimblättrige Unkräuter9–991 LITER_PER_HECTARE—
OelrettichGemeine Quecke0–502 LITER_PER_HECTARE—
SchalotteGemeine Quecke—2 LITER_PER_HECTARE28T
Luzerne-ArtenGemeine Quecke0–512 LITER_PER_HECTARE—
HülsengemüseEinjährige einkeimblättrige Unkräuter0–511 LITER_PER_HECTARE—
Johannisbeerartiges BeerenobstGemeine Quecke—2 LITER_PER_HECTARE—
WickenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide0–511 LITER_PER_HECTARE—
BuschbohneEinjährige einkeimblättrige Unkräuter0–511 LITER_PER_HECTARE28T
ErbseGemeine Quecke0–512 LITER_PER_HECTARE28T
LeinEinjährige einkeimblättrige Unkräuter0–511 LITER_PER_HECTARE—
MohnEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide0–511 LITER_PER_HECTARE—
KnoblauchGemeine Quecke—2 LITER_PER_HECTARE28T
TabakEinjährige einkeimblättrige Unkräuter—1 LITER_PER_HECTARE21T
NadelholzEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Gemeine Quecke—2 LITER_PER_HECTARE—
FuttererbseEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide0–511 LITER_PER_HECTARE—
StangenbohneEinjährige einkeimblättrige Unkräuter0–511 LITER_PER_HECTARE28T
Himbeerartiges BeerenobstGemeine Quecke—2 LITER_PER_HECTARE—
WinterrapsEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide0–501 LITER_PER_HECTARE—
WeinrebeGemeine Quecke—2 LITER_PER_HECTARE28T
Luzerne-ArtenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide0–511 LITER_PER_HECTARE—
JohanniskrautEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–991 LITER_PER_HECTARE42T
MöhreEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide—1 LITER_PER_HECTARE49T
SojabohneEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide0–511 LITER_PER_HECTARE—
Schaf-SchwingelEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide13–291 LITER_PER_HECTARE—
LeindotterGemeine Quecke0–512 LITER_PER_HECTARE—
KartoffelEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide0–291 LITER_PER_HECTARE90T
WickenGemeine Quecke0–512 LITER_PER_HECTARE—
WeinrebeEinjährige einkeimblättrige Unkräuter—1 LITER_PER_HECTARE28T
Schaf-SchwingelGemeine Quecke13–292 LITER_PER_HECTARE—
MelisseEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–991 LITER_PER_HECTARE42T
ZuckerrübeGemeine Quecke—2 LITER_PER_HECTARE90T
SareptasenfGemeine Quecke0–502 LITER_PER_HECTARE—
KnollensellerieGemeine Quecke—2 LITER_PER_HECTARE49T
Beten (Rote, Gelbe, Weiße Bete)Einjährige einkeimblättrige Unkräuter—1 LITER_PER_HECTARE90T
Senf-ArtenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide0–501 LITER_PER_HECTARE—
ZiergehölzeEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Gemeine Quecke—2 LITER_PER_HECTARE—
MarkstammkohlEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide0–511 LITER_PER_HECTARE—
KichererbseEinjährige einkeimblättrige Unkräuter0–511 LITER_PER_HECTARE28T
LaubholzEinkeimblättrige Unkräuter—2 LITER_PER_HECTARE—
BuchweizenGemeine Quecke0–512 LITER_PER_HECTARE—
KnollensellerieEinjährige einkeimblättrige Unkräuter—1 LITER_PER_HECTARE49T
MarkstammkohlGemeine Quecke0–512 LITER_PER_HECTARE—
SpeisezwiebelGemeine Quecke—2 LITER_PER_HECTARE28T
LaubholzEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Gemeine Quecke—2 LITER_PER_HECTARE—
SchalotteEinjährige einkeimblättrige Unkräuter—1 LITER_PER_HECTARE28T
ChicoreeGemeine Quecke—2 LITER_PER_HECTARE—
LeinEinjährige einkeimblättrige Unkräuter0–511 LITER_PER_HECTARE90T
Klee-ArtenGemeine Quecke0–512 LITER_PER_HECTARE—
KrambeEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide0–511 LITER_PER_HECTARE—
LaubholzEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Gemeine Quecke—2 LITER_PER_HECTARE—
LaubholzEinkeimblättrige Unkräuter—2 LITER_PER_HECTARE—
KnoblauchEinjährige einkeimblättrige Unkräuter—1 LITER_PER_HECTARE28T
NadelholzEinkeimblättrige Unkräuter—2 LITER_PER_HECTARE—
LaubholzEinkeimblättrige Unkräuter—2 LITER_PER_HECTARE—
NadelholzEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Gemeine Quecke—2 LITER_PER_HECTARE—
MelisseEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–991 LITER_PER_HECTARE42T

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Behandlung von Ausfallgetreide mit Fusilade MAX?

Du erzielst die beste Wirkung, wenn sich das Ausfallgetreide im aktiven Wachstum befindet und die meisten Pflanzen das 2-Blatt- bis Bestockungsstadium (BBCH 12–29) erreicht haben. Zu diesem Zeitpunkt ist genügend Blattfläche für die Wirkstoffaufnahme vorhanden.

Wie wirkt sich trockenes oder kaltes Wetter auf die Effizienz der Anwendung aus?

Da der Wirkstoff auf ein aktives Pflanzenwachstum angewiesen ist, verzögert extreme Trockenheit oder Kälte die Wirkung. Unter Stress bilden Gräser zudem eine dickere Wachsschicht aus, was die Aufnahme erschwert. Behandle am besten bei wüchsigem Wetter mit moderaten Temperaturen.

Was musst du bei der Bekämpfung der Gemeinen Quecke beachten?

Für eine erfolgreiche Bekämpfung der Gemeinen Quecke benötigst du die höhere registrierte Aufwandmenge von 2,0 l/ha. Die Quecke sollte zum Spritzzeitpunkt eine Wuchshöhe von etwa 15–20 cm erreicht haben, damit genügend Wirkstoff in das weitverzweigte Rhizomsystem transportiert wird. Vermeide eine Bodenbearbeitung direkt vor und bis zu drei Wochen nach der Spritzung.

Ist nach der Anwendung von Fusilade MAX mit einer schnellen Regenfestigkeit zu rechnen?

Ja, dank der speziellen Formulierungstechnologie dringt der Wirkstoff sehr schnell in das Blattgewebe ein. In der Regel ist der Spritzbelag bereits etwa eine Stunde nach der Anwendung regenfest, sodass ein späterer Niederschlag die herbizide Wirkung nicht mehr beeinträchtigt.

Wie finde ich heraus, ob das Mittel für meine spezifische Nischenkultur zugelassen ist?

Du kannst die zugelassenen Kulturen direkt hier auf agronomy.farmable.tech in der Kultur-Übersicht einsehen. Da das Mittel für viele Sonderkulturen, Heil- und Gewürzkräuter sowie im Forst registriert ist, solltest du vor der Anwendung stets das spezifische BBCH-Stadium und die für deine Kultur geltende Wartezeit (Wartezeitfenster von 28 bis 90 Tagen) prüfen.

Kann ich Fusilade MAX mit flüssigen Stickstoffdüngern mischen?

Von einer Mischung mit reinen Flüssigdüngern (wie AHL) wird abgeraten, da dies das Risiko von Verätzungen an den Blättern der Kultur erhöhen kann. Wenn du Mikronährstoffe zusetzen möchtest, prüfe vorab die Verträglichkeit und stelle sicher, dass die Kultur nicht unter Stress steht.