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OTHER · Syngenta Agro GmbH

ROSEN-PILZFREI

BVL Zul.-Nr. 024560-83

ROSEN-PILZFREI ist ein hochwirksames, breit wirksames Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung einer Vielzahl von pilzlichen Schaderregern in verschiedenen Kulturen, darunter Gemüse, Zierpflanzen und Kräuter. Als flüssiges Suspensionskonzentrat (SC) formuliert, basiert das Produkt auf dem bewährten Wirkstoff Azoxystrobin, der sich durch hervorragende systemische und translaminare Eigenschaften auszeichnet. Dies gewährleistet eine gleichmäßige Verteilung im Pflanzengewebe und schützt auch den Neuzuwachs zuverlässig vor Infektionen.

Das Wirkungsspektrum umfasst sowohl Echte als auch Falsche Mehltaupilze, Rostpilze, Blattfleckenkrankheiten sowie Kraut- und Braunfäule. Durch diese außergewöhnliche Breite ist das Pflanzenschutzmittel ein unverzichtbarer Baustein im modernen integrierten Pflanzenschutz, der sowohl vorbeugend als auch in den frühen Phasen einer Infektion eingesetzt werden kann, um den Ertrag und die Qualität der Kulturen abzusichern.

Wirkstoffe

Azoxystrobin
250 g/L

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Azoxystrobin gehört zur chemischen Klasse der Strobilurine und ist in die FRAC-Gruppe 11 (QoI-Inhibitoren) eingestuft. Die biochemische Wirkung beruht auf der Blockade des Elektronentransports in der Atmungskette der Mitochondrien der Pilzzellen am Cytochrom-bc1-Komplex. Dadurch wird die ATP-Synthese unterbunden, was zum raschen Energiemangel und letztlich zum Absterben des Schaderregers führt. Azoxystrobin wirkt primär protektiv (vorbeugend), indem es die Sporenkeimung und das Myzelwachstum hemmt. Durch die translaminare und lokal-systemische Verteilung dringt der Wirkstoff nach der Applikation in das Blatt ein und verlagert sich mit dem Saftstrom akropetal (zur Blattspitze hin), wodurch auch die Blattunterseiten und neu wachsende Pflanzenteile geschützt werden.

Resistenzmanagement

Da Strobilurine (FRAC-Gruppe 11) aufgrund ihres spezifischen Ein-Ort-Wirkmechanismus ein hohes Risiko für Resistenzbildungen aufweisen, ist ein striktes Resistenzmanagement zwingend erforderlich. Die Anzahl der Anwendungen von ROSEN-PILZFREI pro Saison sollte konsequent begrenzt werden. Es wird dringend empfohlen, dieses Pflanzenschutzmittel im Wechsel mit Fungiziden aus anderen Wirkstoffklassen mit unterschiedlichen Wirkmechanismen einzusetzen und Behandlungen stets vorbeugend bei beginnendem Infektionsdruck durchzuführen.

Mischbarkeit & Tankmischung

ROSEN-PILZFREI zeichnet sich durch eine gute physikalische und biologische Mischbarkeit mit vielen gängigen Insektiziden und Fungiziden aus. Bei Tankmischungen ist darauf zu achten, dass die Mischungspartner für die jeweilige Kultur zugelassen sind. Die Zugabe von Netzmitteln ist in der Regel nicht erforderlich, da die Formulierung bereits für eine optimale Benetzung optimiert ist. Es wird empfohlen, stets ausreichend Wasser zu verwenden, um eine lückenlose Benetzung des gesamten Blattapparates zu garantieren, insbesondere bei dicht stehenden Kulturen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel ist die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA) zu tragen, um den Anwenderschutz zu gewährleisten. Da Azoxystrobin als giftig für Wasserorganismen eingestuft ist, müssen die gesetzlichen Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern (Abdriftminderungsklassen) strikt eingehalten werden. Das Produkt ist in der Regel als nichtbienengefährlich (B4) eingestuft, sollte jedoch zur Schonung von Bestäubern dennoch nicht direkt in blühende Bestände während des aktiven Bienenflugs appliziert werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
BlumenkohleKohlschwärze (Alternaria brassicicola)1 LITER_PER_HECTARE
frische KräuterPilzliche Blattfleckenerreger, Rostpilze, Falsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)1 LITER_PER_HECTARE14T
KnoblauchRost (Puccinia allii)1 LITER_PER_HECTARE14T
TomateEchter Mehltau (Leveillula taurica)0.48 LITER_PER_HECTARE3T
ZucchiniEchter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea), Echter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)1 LITER_PER_HECTARE3T
Gemüsepaprika (inkl. Peperoni und Chili)Echter Mehltau (Leveillula taurica)0.48 LITER_PER_HECTARE3T
Gemeine RingelblumeEchte Mehltaupilze1 LITER_PER_HECTARE7T
Lupine-ArtenColletotrichum1 LITER_PER_HECTARE35T
TomateSamtfleckenkrankheit (Fulvia fulva)0.48 LITER_PER_HECTARE3T
SchnittmangoldPilzliche Blattfleckenerreger1 LITER_PER_HECTARE21T
RosenkohlWeißer Rost (Albugo candida)1 LITER_PER_HECTARE14T
MeloneFalscher Mehltau (Pseudoperonospora cubensis)0.48 LITER_PER_HECTARE3T
FuttererbseBrennfleckenkrankheit (Ascochyta pisi)1 LITER_PER_HECTARE35T
PastinakPilzliche Blattfleckenerreger1 LITER_PER_HECTARE10T
AubergineKraut- und Braunfäule (Phytophthora infestans)0.48 LITER_PER_HECTARE3T
MeerrettichFalscher Mehltau (Peronospora parasitica)1 LITER_PER_HECTARE10T
SalateFalscher Mehltau (Bremia lactucae)1 LITER_PER_HECTARE14T
Kürbis-HybridenEchter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea), Echter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)1 LITER_PER_HECTARE3T
Rucola-ArtenPilzliche Blattfleckenerreger, Rostpilze, Falsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)1 LITER_PER_HECTARE14T
ZwiebelgemüseFalscher Mehltau (Peronospora destructor), Purpurfleckenkrankheit (Alternaria porri), Blattfleckenkrankheit (Cladosporium allii)1 LITER_PER_HECTARE7T
RosenkohlMycosphaerella brassicicola1 LITER_PER_HECTARE14T
Minze-ArtenPfefferminzen-Rost (Puccinia menthae)1 LITER_PER_HECTARE7T
KohlgemüsePilzliche Blattfleckenerreger1 LITER_PER_HECTARE7T
BlattkohleKohlschwärze (Alternaria brassicicola)1 LITER_PER_HECTARE14T
StielmangoldPilzliche Blattfleckenerreger1 LITER_PER_HECTARE21T
RadieschenFalscher Mehltau (Peronospora parasitica), Pilzliche Blattfleckenerreger, Weißer Rost (Albugo candida)1 LITER_PER_HECTARE14T
TopinamburRost (Puccinia helianthi)1 LITER_PER_HECTARE42T
SchwarzwurzelPilzliche Blattfleckenerreger1 LITER_PER_HECTARE10T
Gemüsepaprika (inkl. Peperoni und Chili)Alternaria Arten (Alternaria sp.)0.48 LITER_PER_HECTARE3T
Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)Mycosphaerella brassicicola1 LITER_PER_HECTARE14T
BleichsellerieSellerierost (Puccinia apii)1 LITER_PER_HECTARE14T
SalateRhizoctonia solani1 LITER_PER_HECTARE
Gemüsepaprika (inkl. Peperoni und Chili)Samtfleckenkrankheit (Cladosporium capsici)0.48 LITER_PER_HECTARE3T
RettichFalscher Mehltau (Peronospora parasitica), Pilzliche Blattfleckenerreger, Weißer Rost (Albugo candida)1 LITER_PER_HECTARE21T
ErdbeereColletotrichum1 LITER_PER_HECTARE3T
SpeisezwiebelBlattfleckenkrankheit (Cladosporium allii)1 LITER_PER_HECTARE14T
Speiserüben (Stoppelrübe, Mairübe etc.)Pilzliche Blattfleckenerreger1 LITER_PER_HECTARE14T
WurzelzichorieRost (Puccinia cichorii)1 LITER_PER_HECTARE14T
WurzelpetersilieBlattfleckenkrankheit (Septoria petroselini)1 LITER_PER_HECTARE10T
Dicke BohneSclerotinia sclerotiorum1 LITER_PER_HECTARE14T
KnoblauchBlattfleckenkrankheit (Cladosporium allii)1 LITER_PER_HECTARE14T
Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)Kohlschwärze (Alternaria brassicicola)1 LITER_PER_HECTARE14T
PhaceliaBotrytis-Arten (Botrytis spp.)1 LITER_PER_HECTARE
ErdbeereColletotrichum1 LITER_PER_HECTARE3T
Gemüsepaprika (inkl. Peperoni und Chili)Phytophthora capsici0.48 LITER_PER_HECTARE3T
ZierpflanzenPilzliche Blattfleckenerreger1 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenPilzliche Blattfleckenerreger1 LITER_PER_HECTARE
AckerbohneFalscher Mehltau (Peronospora viciae)1 LITER_PER_HECTARE35T
SpeisezwiebelFalscher Mehltau (Peronospora destructor)1 LITER_PER_HECTARE14T
AckerbohneBotrytis fabae1 LITER_PER_HECTARE35T
BlumenkohleMycosphaerella brassicicola1 LITER_PER_HECTARE
MöhreBlattfleckenkrankheit (Cercospora carotae)1 LITER_PER_HECTARE14T
GurkeEchter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea), Echter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)0.48 LITER_PER_HECTARE3T
SpeisezwiebelSclerotium cepivorum1 LITER_PER_HECTARE14T
MeerrettichBlattfleckenkrankheit (Alternaria raphani)1 LITER_PER_HECTARE10T
BleichsellerieBlattfleckenkrankheit (Septoria apiicola)1 LITER_PER_HECTARE14T
BleichsellerieBlattfleckenkrankheit (Septoria apiicola)1 LITER_PER_HECTARE14T
ErbseFalscher Mehltau (Peronospora pisi)1 LITER_PER_HECTARE14T
GurkeEchter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea), Echter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)1 LITER_PER_HECTARE3T
ChicoreeRost (Puccinia cichorii), Echter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)1 LITER_PER_HECTARE
KnoblauchFalscher Mehltau (Peronospora destructor)1 LITER_PER_HECTARE14T
StielmusPilzliche Blattfleckenerreger1 LITER_PER_HECTARE7T
Echte KamilleEchte Mehltaupilze1 LITER_PER_HECTARE7T
ZierpflanzenRostpilze0.48 LITER_PER_HECTARE
KartoffelColletotrichum coccodes3 LITER_PER_HECTARE
TabakEchter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)1 LITER_PER_HECTARE14T
PatissonEchter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea), Echter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)1 LITER_PER_HECTARE3T
BlattkohleAlternaria brassicae1 LITER_PER_HECTARE14T
HopfenFalscher Mehltau (Pseudoperonospora humuli)0.75 LITER_PER_HECTARE28T
RosenkohlAlternaria brassicae1 LITER_PER_HECTARE14T
BuschbohneSclerotinia sclerotiorum1 LITER_PER_HECTARE7T
RosenkohlKohlschwärze (Alternaria brassicicola)1 LITER_PER_HECTARE14T
ZuckerrübeCercospora beticola1 LITER_PER_HECTARE35T
BlumenkohleWeißer Rost (Albugo candida)1 LITER_PER_HECTARE
AckerbohneBrennfleckenkrankheit (Colletotrichum lindemuthianum)1 LITER_PER_HECTARE35T
KohlrabiFalscher Mehltau (Peronospora parasitica), Pilzliche Blattfleckenerreger, Weißer Rost (Albugo candida)1 LITER_PER_HECTARE14T
FeldsalatFalscher Mehltau (Peronospora valerianellae), Rhizoctonia solani1 LITER_PER_HECTARE14T
SalateRhizoctonia solani1 LITER_PER_HECTARE14T
KohlrübePilzliche Blattfleckenerreger1 LITER_PER_HECTARE7T
SchalotteSclerotium cepivorum1 LITER_PER_HECTARE14T
RettichPilzliche Blattfleckenerreger1 LITER_PER_HECTARE7T
ErbseSclerotinia sclerotiorum1 LITER_PER_HECTARE14T
ZierpflanzenEchte Mehltaupilze1 LITER_PER_HECTARE
MöhreMöhrenschwärze (Alternaria dauci)1 LITER_PER_HECTARE14T
MöhreEchter Mehltau (Erysiphe heraclei)1 LITER_PER_HECTARE14T
BleichsellerieSellerierost (Puccinia apii)1 LITER_PER_HECTARE14T
BlumenkohleAlternaria brassicae1 LITER_PER_HECTARE
PorreeRost (Puccinia allii), Alternaria Arten (Alternaria sp.)1 LITER_PER_HECTARE21T
JohanniskrautJohanniskrautwelke (Colletotrichum gloeosporioides)1 LITER_PER_HECTARE35T
AubergineDürrfleckenkrankheit (Alternaria solani)0.48 LITER_PER_HECTARE3T
RadieschenFalscher Mehltau (Peronospora parasitica), Pilzliche Blattfleckenerreger, Weißer Rost (Albugo candida)1 LITER_PER_HECTARE21T
TabakBlauschimmel (Peronospora tabacina)1 LITER_PER_HECTARE14T
RapsWeißstängeligkeit (Sclerotinia sclerotiorum)1 LITER_PER_HECTARE
Dicke BohneBrennfleckenkrankheit (Ascochyta fabae)1 LITER_PER_HECTARE14T
ErbseBrennfleckenkrankheit (Mycosphaerella pinodes), Brennfleckenkrankheit (Ascochyta pisi), Brennfleckenkrankheit (Phoma medicaginis var. pinodella)1 LITER_PER_HECTARE14T
EndivienRhizoctonia solani1 LITER_PER_HECTARE14T
MeerrettichWeißer Rost (Albugo candida)1 LITER_PER_HECTARE10T
PorreePhytophthora porri1 LITER_PER_HECTARE21T
ZierpflanzenRostpilze0.48 LITER_PER_HECTARE
GräserRostpilze1 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung mit ROSEN-PILZFREI?

Die Anwendung sollte idealerweise vorbeugend (protektiv) bei erster Infektionsgefahr oder unmittelbar nach dem Sichtbarwerden erster Symptome erfolgen. Ein frühzeitiger Einsatz verhindert die Sporenkeimung und stoppt die Ausbreitung des Schaderregers im Bestand effektiv.

Wie wirkt sich die systemische Eigenschaft von Azoxystrobin auf den Neuzuwachs aus?

Azoxystrobin besitzt translaminare und akropetale Eigenschaften. Nach der Aufnahme verteilt sich der Wirkstoff innerhalb des Blattes und wandert mit dem Saftstrom nach oben. Dadurch werden auch nach der Spritzung neu ausgetriebene Blatteile teilweise geschützt, was das Schutzfenster verlängert.

Warum ist der Wirkstoffwechsel (Resistenzmanagement) bei diesem Produkt so wichtig?

Da Azoxystrobin (FRAC-Gruppe 11) an einer einzigen Stelle im Stoffwechsel des Pilzes ansetzt, können Schaderreger relativ schnell Resistenzen entwickeln. Durch den gezielten Wechsel mit Fungiziden anderer Wirkstoffgruppen (z. B. Multi-Site-Inhibitoren) wird dieser Selektionsdruck unterbrochen und die Wirksamkeit langfristig erhalten.

Kann ROSEN-PILZFREI auch bei feuchtem Wetter oder vor Regen appliziert werden?

Das Pflanzenschutzmittel ist nach dem Antrocknen des Spritzbelags (meist nach 1 bis 2 Stunden) regenfest. Dennoch sollte die Applikation auf trockene Bestände erfolgen, um ein Abschwemmen des Wirkstoffs direkt nach der Spritzung zu verhindern und eine optimale Wirkstoffaufnahme zu sichern.

Wie finde ich im Portal weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel gegen spezifische Schaderreger?

Nutzen Sie die Filterfunktionen auf agronomy.farmable.tech, um gezielt nach Ihrer Kultur und dem spezifischen Schaderreger (z. B. Falscher Mehltau) zu suchen. Sie erhalten dann eine Übersicht aller in Deutschland (BVL) registrierten Produkte inklusive Wirkstoffen und Anwendungsbestimmungen.