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Sonstige · Nufarm Deutschland GmbH

TRIVKO

BVL Zul.-Nr. 024847-61

TRIVKO ist ein hochselektives, systemisches Herbizid (Graminizid) zur gezielten Bekämpfung von einkeimblättrigen Schaderregern in einer Vielzahl von zweikeimblättrigen Kulturen sowie im Forst und Sonderkulturen. Als Emulsionskonzentrat formuliert, dringt der Wirkstoff schnell in die Blätter der Ungräser ein und verteilt sich systemisch in der gesamten Pflanze bis in die Wurzeln und Rhizome.

Das Wirkspektrum umfasst einjährige einkeimblättrige Unkräuter (Ungräser), Ausfallgetreide sowie die hartnäckige Gemeine Quecke. Durch die selektive Wirkung werden die behandelten zweikeimblättrigen Kulturen geschont, was eine flexible Anwendung im Nachauflauf ermöglicht. TRIVKO stellt somit ein wichtiges Werkzeug zur Unkrautkontrolle in anspruchsvollen Fruchtfolgen dar.

Wirkstoffe

Fluazifop-P
125 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der enthaltene Wirkstoff Fluazifop-P gehört zur chemischen Klasse der Aryloxyphenoxypropionate (bekannt als "Fops") und wird der HRAC-Gruppe 1 (früher Gruppe A) zugeordnet. Der Wirkungsmechanismus basiert auf der selektiven Hemmung des Enzyms Acetyl-CoA-Carboxylase (ACCase) in einkeimblättrigen Pflanzen. Dieses Enzym ist essenziell für die Fettsäurebiosynthese, die für den Aufbau von Zellmembranen in wachsenden Geweben benötigt wird. Nach der Aufnahme über die Blätter wird der Wirkstoff rasch in die Meristeme der Spross- und Wurzelknoten transportiert. Innerhalb weniger Tage nach der Behandlung stockt das Wachstum der Ungräser. Die jüngsten Blätter verfärben sich nekrotisch und sterben ab, gefolgt vom allmählichen Absterben der gesamten Pflanze. Zweikeimblättrige Kulturen besitzen eine natürliche Toleranz gegenüber diesem Wirkmechanismus, da ihre ACCase strukturell anders aufgebaut ist.

Resistenzmanagement

Um einer Resistenzbildung bei Ungräsern (insbesondere bei Ackerfuchsschwanz oder Windhalm) wirksam vorzubeugen, solltest du TRIVKO stets in ein integriertes Pflanzenschutzkonzept einbinden. Vermeide den wiederholten, alleinigen Einsatz von ACCase-Hemmern (HRAC-Gruppe 1) auf derselben Fläche. Nutze stattdessen Fruchtfolgemaßnahmen, mechanische Unkrautbekämpfung und wechsle den Wirkstoffmechanismus durch den Einsatz von Bodenherbiziden oder Blattherbiziden aus anderen HRAC-Klassen ab.

Mischbarkeit & Tankmischung

TRIVKO ist im Allgemeinen gut mit vielen gängigen Pflanzenschutzmitteln mischbar. Bei geplanten Tankmischungen mit breitwirksamen Herbiziden gegen zweikeimblättrige Unkräuter kann es jedoch zu antagonistischen Effekten kommen, welche die Wirkung gegen Gräser mindern. In solchen Fällen empfiehlt sich eine zeitlich versetzte Anwendung. Achte stets auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge und vermeide Mischungen bei extremen Wetterbedingungen wie Frost oder starker Hitze, um die Kulturverträglichkeit nicht zu gefährden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit TRIVKO ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzhandschuhen und Schutzanzug bei der Ausbringung, zwingend erforderlich. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse angegeben ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern vorsorglich auf eine Anwendung in blühenden Beständen oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind, verzichten und Behandlungen bevorzugt in den Abendstunden durchführen. Um Einträge in Oberflächengewässer zu vermeiden, sind die allgemeinen Abstandsauflagen und driftmindernde Technik strikt zu beachten.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
MelisseEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–991 LITER_PER_HECTARE42T
Minze-ArtenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–991 LITER_PER_HECTARE42T
TabakEinjährige einkeimblättrige Unkräuter1 LITER_PER_HECTARE21T
Lupine-ArtenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter13–491 LITER_PER_HECTARE
ErbseEinjährige einkeimblättrige Unkräuter0–511 LITER_PER_HECTARE28T
FutterrübeEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide1 LITER_PER_HECTARE90T
Feuer- bzw. KäferbohneGemeine Quecke0–512 LITER_PER_HECTARE28T
MarkstammkohlEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide0–511 LITER_PER_HECTARE
KartoffelEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide0–291 LITER_PER_HECTARE90T
LeinGemeine Quecke0–512 LITER_PER_HECTARE
SpargelEinjährige einkeimblättrige Unkräuter1 LITER_PER_HECTARE
PastinakEinjährige einkeimblättrige Unkräuter10–991 LITER_PER_HECTARE49T
Senf-ArtenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide0–501 LITER_PER_HECTARE
WickenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide0–511 LITER_PER_HECTARE
Rot-SchwingelGemeine Quecke13–292 LITER_PER_HECTARE
NadelholzEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Gemeine Quecke2 LITER_PER_HECTARE
Schaf-SchwingelEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide13–291 LITER_PER_HECTARE
WurzelpetersilieEinjährige einkeimblättrige Unkräuter10–991 LITER_PER_HECTARE49T
MelisseEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–991 LITER_PER_HECTARE42T
JohanniskrautEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–991 LITER_PER_HECTARE42T
Klee-ArtenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide0–511 LITER_PER_HECTARE
KichererbseEinjährige einkeimblättrige Unkräuter0–511 LITER_PER_HECTARE28T
KernobstGemeine Quecke0–782 LITER_PER_HECTARE28T
BaumschulgehölzpflanzenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Gemeine Quecke2 LITER_PER_HECTARE
Himbeerartiges BeerenobstEinjährige einkeimblättrige Unkräuter1 LITER_PER_HECTARE
SchalotteGemeine Quecke2 LITER_PER_HECTARE28T
LaubholzEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Gemeine Quecke2 LITER_PER_HECTARE
NadelholzEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Gemeine Quecke2 LITER_PER_HECTARE
Dicke BohneGemeine Quecke0–512 LITER_PER_HECTARE28T
LaubholzEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Gemeine Quecke2 LITER_PER_HECTARE
KrambeGemeine Quecke0–512 LITER_PER_HECTARE
KrambeEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide0–511 LITER_PER_HECTARE
ZuckerrübeEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide1 LITER_PER_HECTARE90T
Johannisbeerartiges BeerenobstGemeine Quecke2 LITER_PER_HECTARE
JohanniskrautEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–991 LITER_PER_HECTARE42T
Schaf-SchwingelGemeine Quecke13–292 LITER_PER_HECTARE
Echte KamilleEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–991 LITER_PER_HECTARE42T
Rot-SchwingelEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide13–291 LITER_PER_HECTARE
SonnenblumeEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide0–191 LITER_PER_HECTARE
MeerrettichGemeine Quecke10–992 LITER_PER_HECTARE49T
HülsengemüseGemeine Quecke0–512 LITER_PER_HECTARE
Beten (Rote, Gelbe, Weiße Bete)Einjährige einkeimblättrige Unkräuter1 LITER_PER_HECTARE90T
LeindotterEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide0–511 LITER_PER_HECTARE
Johannisbeerartiges BeerenobstEinjährige einkeimblättrige Unkräuter1 LITER_PER_HECTARE
KartoffelGemeine Quecke0–292 LITER_PER_HECTARE90T
WurzelpetersilieGemeine Quecke10–992 LITER_PER_HECTARE49T
Himbeerartiges BeerenobstGemeine Quecke2 LITER_PER_HECTARE
SpeisezwiebelEinjährige einkeimblättrige Unkräuter1 LITER_PER_HECTARE28T
StangenbohneEinjährige einkeimblättrige Unkräuter0–511 LITER_PER_HECTARE28T
LaubholzEinkeimblättrige Unkräuter2 LITER_PER_HECTARE
KernobstEinjährige einkeimblättrige Unkräuter0–781 LITER_PER_HECTARE28T
ChicoreeGemeine Quecke2 LITER_PER_HECTARE
NadelholzEinkeimblättrige Unkräuter2 LITER_PER_HECTARE
SojabohneGemeine Quecke0–512 LITER_PER_HECTARE
LeinGemeine Quecke0–512 LITER_PER_HECTARE90T
Minze-ArtenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–991 LITER_PER_HECTARE42T
AckerbohneEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide0–501 LITER_PER_HECTARE
SpeisezwiebelGemeine Quecke2 LITER_PER_HECTARE28T
BaumschulgehölzpflanzenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Gemeine Quecke2 LITER_PER_HECTARE
LeinEinjährige einkeimblättrige Unkräuter0–511 LITER_PER_HECTARE90T
FuttererbseEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide0–511 LITER_PER_HECTARE
WinterrapsGemeine Quecke0–502 LITER_PER_HECTARE
GewürzkräuterEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–391 LITER_PER_HECTARE
ErbseGemeine Quecke0–512 LITER_PER_HECTARE28T
Klee-ArtenGemeine Quecke0–512 LITER_PER_HECTARE
LaubholzEinkeimblättrige Unkräuter2 LITER_PER_HECTARE
KnoblauchGemeine Quecke2 LITER_PER_HECTARE28T
KnoblauchEinjährige einkeimblättrige Unkräuter1 LITER_PER_HECTARE28T
HopfenGemeine Quecke2 LITER_PER_HECTARE28T
MohnGemeine Quecke0–512 LITER_PER_HECTARE
HopfenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter1 LITER_PER_HECTARE28T
WeinrebeEinjährige einkeimblättrige Unkräuter1 LITER_PER_HECTARE28T
SchalotteEinjährige einkeimblättrige Unkräuter1 LITER_PER_HECTARE28T
Lupine-ArtenGemeine Quecke13–492 LITER_PER_HECTARE
NadelholzEinkeimblättrige Unkräuter2 LITER_PER_HECTARE
LaubholzEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Gemeine Quecke2 LITER_PER_HECTARE
BuschbohneGemeine Quecke0–512 LITER_PER_HECTARE28T
LeinEinjährige einkeimblättrige Unkräuter0–511 LITER_PER_HECTARE
BuchweizenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide0–511 LITER_PER_HECTARE
BleichsellerieEinjährige einkeimblättrige Unkräuter1 LITER_PER_HECTARE49T
OelrettichEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide0–501 LITER_PER_HECTARE
Luzerne-ArtenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide0–511 LITER_PER_HECTARE
Dicke BohneEinjährige einkeimblättrige Unkräuter0–511 LITER_PER_HECTARE28T
HülsengemüseEinjährige einkeimblättrige Unkräuter0–511 LITER_PER_HECTARE
SpargelGemeine Quecke2 LITER_PER_HECTARE
PastinakGemeine Quecke10–992 LITER_PER_HECTARE49T
KnollensellerieGemeine Quecke2 LITER_PER_HECTARE49T
SteinobstEinjährige einkeimblättrige Unkräuter0–781 LITER_PER_HECTARE28T
NadelholzEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Gemeine Quecke2 LITER_PER_HECTARE
RadieschenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter1 LITER_PER_HECTARE28T
KnollensellerieEinjährige einkeimblättrige Unkräuter1 LITER_PER_HECTARE49T
SchwarzwurzelGemeine Quecke10–992 LITER_PER_HECTARE49T
SpargelEinjährige einkeimblättrige Unkräuter9–991 LITER_PER_HECTARE
FutterrübeGemeine Quecke2 LITER_PER_HECTARE90T
Lupine-ArtenGemeine Quecke13–492 LITER_PER_HECTARE
SpargelGemeine Quecke9–992 LITER_PER_HECTARE
SareptasenfEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide0–501 LITER_PER_HECTARE
WurzelzichorieEinjährige einkeimblättrige Unkräuter1 LITER_PER_HECTARE49T
LeindotterGemeine Quecke0–512 LITER_PER_HECTARE
Beten (Rote, Gelbe, Weiße Bete)Gemeine Quecke2 LITER_PER_HECTARE90T

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Behandlung von Ausfallgetreide mit TRIVKO?

Der beste Behandlungszeitpunkt liegt im frühen Nachauflauf, sobald das Ausfallgetreide ausreichend Blattfläche gebildet hat (meist ab dem 2-Blatt-Stadium bis zum Ende der Bestockung). Zu diesem Zeitpunkt ist die Wirkstoffaufnahme über das Blatt optimal und die Konkurrenz für deine Kultur wird frühzeitig ausgeschaltet.

Wie bekämpfe ich die Gemeine Quecke mit TRIVKO am effektivsten?

Für eine erfolgreiche Bekämpfung der Gemeinen Quecke solltest du warten, bis diese genügend Blattmasse (ca. 15–20 cm Wuchshöhe) entwickelt hat. Nur so kann ausreichend Wirkstoff aufgenommen und in die unterirdischen Rhizome transportiert werden, um ein Wiederaustreiben nachhaltig zu verhindern. Beachte dabei die für diese Indikation empfohlene höhere Aufwandmenge.

Kann ich TRIVKO auch bei kühlen Temperaturen im Frühjahr oder Herbst einsetzen?

Ja, TRIVKO wirkt auch bei kühleren Temperaturen, solange die Ungräser aktiv wachsen und Stoffwechselaktivität zeigen. Bei extremen Temperaturen (unter 5 °C oder über 25 °C) sowie bei anhaltender Trockenheit solltest du die Behandlung jedoch verschieben, da der verlangsamte Saftstrom in den Pflanzen die systemische Verteilung des Wirkstoffs beeinträchtigt.

Was muss ich bezüglich der Wartezeit bis zur Ernte bei den verschiedenen Kulturen beachten?

Die Wartezeit (PHI) variiert je nach zugelassener Kultur erheblich und liegt laut Zulassung zwischen 21 und 90 Tagen. Du solltest vor der Anwendung unbedingt die spezifischen Vorgaben für deine jeweilige Kultur in der Gebrauchsanleitung prüfen, um Rückstände im Erntegut sicher auszuschließen.

Wie finde ich heraus, ob TRIVKO für meine spezielle Kultur auf agronomy.farmable.tech zugelassen ist?

Nutze einfach die Such- und Filterfunktion auf unserer Plattform agronomy.farmable.tech. Du kannst gezielt nach deiner Kultur oder dem Schaderreger filtern, um alle aktuell in Deutschland zugelassenen Anwendungen und die dazugehörigen Anwendungsbestimmungen direkt einzusehen.